HNA-Redakteurin räumt auf

Von Zahnkrone bis Sondermüll

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Aufräumaktion: HNA-Redakteurin Martina Biedenbach packt Sachen, die sie am Schadstoffmobil abgeben will, ins Auto.

Frankenberg. Für die Zahnkrone gab es 22 Euro, für alte Bücher 38 Euro. HNA-Redakteurin Martina Biedenbach hat gründlich aufgeräumt und sich von Überflüssigem getrennt. Sie schildert, wo sie was los wird.

Das Aufräum-Fieber hat mich gepackt. „Jetzt wird mal richtig ausgemistet“, nehme ich mir vor. Denn im Laufe der Jahre sammelt sich doch vieles auf Regalen, in Schränken, Abstellkammer und Keller an, das man nicht mehr braucht.

Ein Befreiungsschlag ist mal wieder nötig - und macht sogar glücklich. Das sagen auch Bücher wie „Feng Shui des Aufräumens“.

Ich gehe alles systematisch durch. Den Anfang mache ich im Arbeitszimmer mit den übervollen Regalen. Ich trenne mich endlich von einem Drittel der Bücher bei einem Onlinedienst und bekomme dafür sogar noch etwas Geld - wie übrigens auch für mein Zahngold - 22 Euro zahlt der Juwelier dafür.

Eine ganze Schublade ist voller alter Kontoauszüge. Wie lange muss man die aufheben? Die Bank sagt, das sei individuell verschieden. Ich entscheide mich, alle Auszüge vor dem Jahr 2000 kommen in den Schredder.

Die Aufräumaktion in Abstellraum, Keller und Garage schaffe ich an einem Samstag. Gut, dass das Sonderabfall-Mobil gerade im Landkreis unterwegs ist, denn alte Reinigungsmittel, Elektrokleingeräte und den alten Stabblitz werde ich so schnell los.

In meinem Medizinschränkchen finde ich eine ganze Menge Arzneimittel, deren Datum abgelaufen ist. Wohin damit? In Hessen darf man sie im Hausmüll entsorgen. Das ist für mich nicht akzeptabel - und auch der Frankenberger Apotheker Johannes Benner hält es für bedenklich, vor allem, wenn starke Schmerzmittel im Müll landen. „Da kann es zu Missbrauch kommen“, sagt er. Er nimmt Alt-Medikamente als Kundenservice entgegen.

Muss ich denn alle Medikamente gleich wegwerfen, nur weil das Verfallsdatum abgelaufen ist? Der Apotheker sagt: „Alles, was flüssig oder halbflüssig ist, darf nach dem Verfallsdatum auf keinen Verfall mehr genutzt werden.“ Also Säfte, Tropfen, Salben und Zäpfchen müssen weg - besonders, wenn Tube oder Fläschchen geöffnet sind.

Aussortiert werden auch die Reisekaugummis - weil die nach gewisser Zeit komisch schmecken - und das Sprudel-Kopfschmerz-Pulver mit Vitamin C - die enthaltene Essigsäure riecht übel. Die Tabletten in den unbeschädigten Blisterverpackungen räume ich wieder in den Schrank, ebenso die homöopathischen Streukügelchen.

Wohin mit alten Pfannen, mit den Korken aus Weinflaschen, mit europäischen Münzen aus Vor-Euro-Zeiten, übrig geblieben von Urlauben in Italien, Frankreich und Spanien? Antworten auf diese Fragen in der gedruckten Dienstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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