Zentralgebäude des Frankenauer Ferienparks Am Sternberg zum Verkauf angeboten

Will den Marktwert testen: Der Betreiber des Frankenauer Feriendorfes Am Sternberg, Maurice Gigase, hat das Zentralgebäude im Internet zum Verkauf angeboten. Eine Art Testballon, wie er sagt.

Frankenau. Ja, er hat das Zentralgebäude des Feriendorfes Am Sternberg in Frankenau zum Verkauf im Internet angeboten und ja, wenn ein Käufer entsprechend gut dafür zahlen würde, dann könnte sich Maurice Gigase auch einen Verkauf des Gebäudes vorstellen.

Doch weder müsse er, noch wolle er unbedingt verkaufen. Und schon gar nicht stehe der ganze Ferienpark zum Verkauf, das sagt der Betreiber Gigase gegenüber der HNA zu den Spekulationen, die sich rund um seine Immobilienanzeige auf der Internetplattform Immobilienscout24.de ranken.

„Der Park mit seinen rund 200 Ferienhäusern steht nicht zum Verkauf“, betont Gigase. Überhaupt sei für ihn das Inserat im Internet eher eine Art Testballon. Für eine Kaufpreis von 195.000 Euro wird das Zentralgebäude im Internet angeboten. „Wie reagiert die Branche auf eine gewerbliche Immobilie im Tourismusbereich?“, diese Frage habe er sich gestellt und sei mit den Antworten zufrieden: „Die Nachfrage ist vorhanden und das ist beruhigend zu sehen.“ Doch noch fehle ihm der Wille zum Verkauf, sagt Gigase. Ein Grund dafür sei auch, dass das Feriendorf gut laufe. „Wir haben mehr Touristen als Frankenberg und Korbach zusammen“, sagt Gigase nicht ohne Stolz.

Zum Verkauf angeboten: Im Internet steht das Zentralgebäude des Feriendorfes zum Verkauf.

Das würde sich seiner Meinung nach allerdings ändern, wenn die Frankenauer CDU mit ihrem im Parlament gestellten Antrag Erfolg hätte. Danach soll geprüft werden, ob das Feriendorf zu einem neuen Stadtteil oder einem Wochenendhausgebiet umgewidmet werden kann (wir berichteten). „Dann wäre Frankenau touristisch erledigt“, ist sich Gigase sicher und wünscht sich, dass die Stadt dem Park zur Seite steht. „Wir erhoffen uns Rückendeckung.“ Wichtig sei ihm, dass der Tourismus in Frankenau langfristig gesichert und das Feriendorf für die Zukunft aufgestellt sei.

„Wir sind gut gebucht und befinden uns in einer angenehmen Situation. Wir haben unser Angebot angepasst und zum Beispiel die Partywochenenden aus unserem Programm genommen“, sagt Gigase. Einer von vielen Schritten hin zum, - der Region und dem Nationalpark angepassten - sanften Tourismus. „Wir wollen den sanften Tourismus und treiben ihn voran“, sagt Gigase. Auch die Veränderungen im Zentralgebäude kommen gut an, betont er. So wurde das Restaurant in ein Bistro umgewandelt und zusätzlich ein Gemeinschaftsraum geschaffen.

Und auch mit den Eigentümern der Ferienhäuser habe man eine gemeinsame Basis.

Etwa 30 Mitarbeiter (je nach Saison) sind im Feriendorf beschäftigt. Für sie dürfte Gigase Bekenntnis zum Feriendorf eine Beruhigung sein. „Die Menschen sind irritiert über die Gerüchte und Falschmeldungen“, sagt er. Die Zukunft der Ferienanlage stehe aber nicht zur Disposition. Der Betrieb laufe weiter wie bisher. Und das letztlich ganz unabhängig vom Betreiber. Selbst wenn es zu einem Verkauf komme, würden die Verträge mit den Pächtern respektiert.

Quelle: HNA

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