Künstlerischer Vortrag zur Passion in Hatzfeld

Von Zerfall und Auferstehung

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Künstler Ernst-Peter-Rade zusammen mit Lektor Klaus Eggermann, Bürgermeister Dirk Junker und Pfarrer Dieter Olaf Muntanjohl (v.l.).Fotos: Alice Dippel

Hatzfeld-Lindenhof - Die kleinste Kirche Hessens platzte am Karfreitag beinahe aus allen Nähten. Zur Bild-Text-Musik-Installation des Künstlers Ernst-Peter-Rade war extra ein Zelt vor der Lindenhofer Kirche aufgebaut worden - die Technik im Zelt hatte jedoch versagt.

Obwohl der Künstler Ernst-Peter Rade zur Improvisation gezwungen war, gelang es ihm, mit seiner „Natur Passion 2000“ eine stimmungsvolle Atmosphäre zu schaffen, die nicht zuletzt durch das Ambiente des winzigen Kirchleins verstärkt wurde.

Der freischaffende Designer, Grafiker und Maler nahm das Publikum mittels Fotografien, abstrakter Gemälde, sowie eigener Lyrik mit auf eine Reise durch eindrucksvolle Landschaften, die Tier- und Pflanzenwelt. Für musikalische Begleitung sorgten der Kölner Hornist Michael Hielscher und der Posaunenchor der Kirchengemeinde.

Die Uraufführung der „Natur Passion 2000“ fand bereits im Juni 2000 in Dresden, der Heimatstadt des Hatzfelder Künstlers, statt. Der Schwerpunkt dieser Bild-Text-Musik-Installation liegt auf Kriegseindrücken, auf Abschied, dem Zerfall der Umwelt und dem leidvollen Sterben der Menschheit durch die Zeiten. Dabei verknüpft Rade Vergangenes mit Gegenwärtigem, expressionistische Gemälde mit Eindrücken aus der Natur.

Im Herbst soll die „Natur Passion 2000“ noch einmal aufgeführt werden - diesmal im Marburger Raum. Ein genauer Termin wird bald bekanntgegeben.

von Alice Dippel

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