Edertalschüler diskutierten über Konflikt zwischen Wirtschaftswachstum und Ökologie

Ziel ist eine gerechtere Welt

Augen auf beim Schokokauf: Eleonor Schwieder, Marie Patzer, Anna-Sophie Dersch und Pia Marburger (von links) wurden zum Nachdenken angeregt beim Vortrag von Björn Wiele zum Thema „Ökologischer Fußabdruck“. Foto: Battefeld

Frankenberg. Wie können wir es schaffen, unserer Bedürfnisse zu befriedigen und gleichzeitig unseren Heimatplaneten lebenswert zu erhalten, ohne dies auf Kosten anderer zu tun? - Mit dieser Problematik haben sich Mittel- und Oberstufenschüler der Edertalschule befasst. Auslöser war ein Film, den Vertreter des Vereins für Jugend- und Erwachsenenbildung „Multivision“ (siehe Hintergrund) in der Frankenberger Kulturhalle zeigten. Auch einige Schüler der benachbarten Ortenbergschule besuchten die Veranstaltung.

Mit eindrucksvollen Zahlen und anschaulichen Beispielen wurde den Jugendlichen vor Augen geführt, dass sich das wirtschaftliche Wachstum an der ökologischen Leistungsfähigkeit der Erde orientieren muss, um eine faire Zukunft für alle zu gewährleisten. Außerdem wurden Wege und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie gegengesteuert werden kann.

Im Mittelpunkt des Projektvortrags zum Thema „Faire Future“ - also gerechte Zukunft – stand der sogenannte ökologische Fußabdruck, der als Messinstrument dafür dient, welche „Spuren“ der einzelne Mensch auf der Erde hinterlässt. Der ökologische Fußabdruck beschreibt dabei die Fläche, die benötigt wird, um alle Rohstoffe zur Verfügung zu stellen, die ein Mensch für Ernährung, Wohnen, Konsum und Mobilität verbraucht.

„Wenn alle 6,4 Milliarden Menschen auf der Erde so leben würden wie wir in Deutschland, bräuchten wir drei Erden“, gab Diplom-Politologe Björn Wiele vom Veranstalter „Multivision“ zu bedenken.

Der Moderator verwies auf die ungerechte Verteilung, bei der zur Zeit nur ein Viertel der Weltbevölkerung drei Viertel der vorhandenen Ressourcen verbrauche.

Beim Thema Konsum zeigten sich die Schüler vor allem beeindruckt vom Beispiel einer Näherin in China, die für einen 100 Euro teuren Markenturnschuh ganze 40 Cent als Lohn erhält, oder dem eines Kakaobauern, der lediglich sechs Cent an der hier für 1,95 Euro verkauften Schokolade erhält.

Bessere Lebensbedingungen

„Augen auf beim Schoko-Kauf“, appellierte Björn Wiele und verwies auf fair gehandelte Produkte, die Millionen von Bauernfamilien in Entwicklungsländern bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen bescheren würden. (bs)

Quelle: HNA

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