Delegation aus Frankenberg feierte in Manningtree 40 Jahre Städtepartnerschaft

Das Ziel wurde erreicht

Start zum Segeltörn: Von Ipswich aus stachen die Mitlieder der Partnerschaftsvereinigungen von Frankenberg und Manningtree mit einer historischen Handelsbarke in See. Fotos: zve

Manningtree/Frankenberg. Sie wollten Versöhnung zwischen Deutschen und Briten stiften. Vor 40 Jahren haben Frankenberg und Manningtree eine Städtepartnerschaft ins Leben gerufen. Zum Jubiläum ist sich Elke Menke, die Vorsitzende des Partnerschaftsvereinigung Frankenberg sicher: „Mit Stolz können wir sagen: Wir haben das Ziel erreicht.“

Eine Delegation der Vereinigung hat an einem Festakt in Manningtree zu 40 Jahren Städtepartnerschaft teilgenommen. Menke blickte zurück: „Es war das Ziel der Gründerväter, eine Partnerschaft zum Zweck echter Freundschaft zwischen Manningtree und Frankenberg ins Leben zu rufen, um einen Beitrag zu einer dauerhaften Versöhnung zwischen Briten und Deutschen zu leisten“.

Das Jubiläum wurde im Stadtteil Lawford gefeiert, wo die Frankenberger Besucher bei der Ankunft nach einer weiten Reise mit Bus und Fähre im „Venture Centre“ ankamen. Während des Besuchs wohnte die Delegation in englischen Gastfamilien.

Auch der Festabend fand in Lawford statt, begleitet von einem original britischen Buffet mit „Bred and Butter Pudding“. Zum Festakt waren zahlreich Mitglieder der englischen Partnerschaft und der „Stour Choral Society“ gekommen, die gemeinsam bei einer launigen, von englischem Humor durchsetzten Ansprache des Partnerschafts-Präsidenten Dr. John Kelly Rückblick hielten.

Seine Frankenberger Kollegin Menke nannte als Erfolgsgaranten in den zurückliegenden 40 Jahren die Jedermannsfahrten der Partnerschaft und die Begegnungen zwischen der Kantorei und der Stour Choral Society. Auch die Schülerbegegnungen zwischen der Burgwaldschule und der Manningtree School sowie der Edertalschule und der Royal Hospital School hob Menke hervor.

Geschenke für die Freunde

Kelly überreichte als Erinnerungsgeschenk ein Gemälde der Mistley Towers. Menke brachte eine Kiste Riesling vom Kloster Eberbach und eine Tafel zum 40-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit.

Für ihre Frankenberger Freunde hatten die Gastgeber in Manningtree ein besonderes Programm vorbereitet: In Newmarket, dem Zentrum der englischen Pferdezucht, besuchten sie das „National Stud“, ein renommiertes Gestüt für Rennpferde.

Nach einem Imbiss ging die Fahrt weiter nach Bury St. Edmunds. Die dortige Kathedrale beherbergt das Grab des Heiligen Edmund. Er war König von East Anglia und starb 869 im Kampf gegen die Dänen. Seither wird der Märtyrer und englische Schutzpatron verehrt. Sein Grab war im Mittelalter eine bedeutende Wallfahrtstätte. Die Besucher aus Frankenberg genossen den Klostergarten und den Kreuzgang. Abends hatten die Gastfamilien zum Grillen eingeladen. Dabei trafen sich auch mehrere Familien. „Wir waren zu Hause bei alten Freunden“, sagte Menke.

Wind und ideales Segelwetter erwarteten die Frankenberger bei einem Segeltörn mit einer Barke, die 1895 in Ipswich für den Leinsamenhandel gebaut und jetzt liebevoll restauriert worden war. Mit ihr ging es unter der Orwell-Brücke hindurch zu den großen Häfen Felixtow und Harwich. Für unterwegs hatten die Gastgeber ein typisch britisches Picknick eingepackt: Victoria-Sandwich-Cake und dazu Tee zum Aufwärmen. (zve)

Quelle: HNA

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