Triebwagen mit Namen Gemeinde Burgwald fährt zwischen Frankenberg und Marburg

Burgwaldbahn: Zugtaufe mit Sekt und Musik

Sekt floss in Strömen: Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch (rechts) tauft den Zug stilecht mit spritziger „Burgwaldperle halbtrocken“, danach stieß er mit dem kaufmännischen Leiter der Kurhessenbahn Jens Wrabletz, auf den feierlichen Moment an. Foto: Battefeld

Birkenbringhausen. „Großer Bahnhof“ für die Burgwaldbahn: Knapp 200 Schaulustige verfolgten am Samstag am Haltepunkt Birkenbringhausen die feierliche Taufe Zugs der Burgwaldbahn auf den Namen „Gemeinde Burgwald“.

Das Zeremoniell, bei dem Bürgermeister Lothar Koch mit einer Sektdusche das Namenslogo einweihte, markierte zugleich den Abschluss der Modernisierungsarbeiten an den drei Verkehrsstationen in der Gemeinde Burgwald in Wiesenfeld, Ernsthausen und Birkenbringhausen. Insgesamt waren 600 000 Euro von der Kurhessenbahn investiert worden (HNA berichtete).

„Wir sind damit wohl die einzige Gemeinde im Kreis, die einen Zug in ihrem Fuhrpark hat“, meinte Lothar Koch schmunzelnd.

Der Triebwagen mit der Nummer 628223 werde künftig circa 100 000 Kilometer pro Jahr auf der Strecke fahren, kündigte Jens Wrabletz von der Kurhessenbahn an. Außerdem versprach er: „Bis 2030 werden hier Züge fahren.“

Als der Sonderzug pünktlich um 17.56 Uhr am Haltepunkt in Birkenbringhausen einrollte, herrschte bereits ausgelassene Stimmung „an Bord“: Die Zwei-Mann-Kapelle Manfred und Hein aus Dodenau unterhielt die Fahrgäste mit zünftiger Musik und auf dem Bahnsteig in Birkenbringhausen sorgte der örtliche Männergesangverein mit Chorleiter Karl-Heinz Wenzel für einen würdigen, musikalischen Empfang.

Andrea Ayora Escandell von der Gemeindeverwaltung servierte ein Gläschen Sekt, mit dem die Gäste auf die feierliche Taufe anstoßen konnten, bevor sich der rote Dieseltriebzug weiter in Richtung Frankenberg in Bewegung setzte.

Mit auf den Weg nahm der Täufling zahlreiche Fahrgäste, die in Frankenberg dann wieder umstiegen und mit dem regulären Zug in die Gegenrichtung die Heimreise antraten.

In Birkenbringhausen wartete derweil schon wieder das nächste Fest auf die Bevölkerung: Im Gasthaus Bilse feierten die „Burgwaldspatzen“ ihr 40-jähriges Bestehen. Siehe Bericht an anderer Stelle.

Quelle: HNA

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