Himalaya-Initiative berichtet in Gemündenvon Projekten

Zugang zu Bildung für Menschen in Nepal erleichtern

Die Mitglieder der Himalaya-Initiative (v.l.) um Ute Wittig, Prema Kästner, Birgitt Goetch, Klaus Obermann vom Alten Bahnhof, Sybille Courtin und Carolin Pape informierten über Projekte.Foto: Deubener

Gemünden - Ein Vortrag, der bewegt. Bilder, die wir so nicht kennen: Sybille Courtin von der Himalaya-Initiative berichtete von ihrer Trekking-Reise durch Nepal.

Die Idee zur Gründung der Himalaya-Initiative kam Sybille Courtin schon vor Jahren, seit 2009 gibt es den Verein für Bildung und Ausbildung junger Menschen in Nepal bereits. Die Vorsitzende berichtete nicht zum ersten Mal von ihrer Reise und ihren Erfahrungen. Denn ihr ist es wichtig, dass auch die Leute um sie herum erfahren, wie es so weit entfernt von Deutschland aussieht - und wofür die Zuhörer möglicherweise spenden.

Insgesamt elf Reisende, davon fünf aus Waldeck-Frankenberg, machten sich im vergangenen Oktober auf den Weg in das Land der Achttausender. Sie besuchten die Shree-Arun-Jyoti-Schule. Dort eröffneten sie ein kleines Lerncomputer-Zentrum, das sie mitfinanziert hatten. Weiter besuchte die Gruppe ein Kinderdorf in Bakunde, um dort Sachspenden abzugeben. Für die nächste Station im entlegenen Parbat District mussten sie 160 Kilometer reisen - zehn Stunden brauchten die Männer und Frauen, um über das unwegsame Gelände zum Ziel zu kommen. Dort angekommen gab es einen solch herzlichen Empfang, dass die Anstrengungen vergessen waren.

Courtin zeigte im Alten Bahnhof viele Bilder. Auch Bilder von den besuchten Schulen gab es zu sehen - die Gebäude in einem schlimmen Zustand, die Lehrräume kaum als solche zu erkennen. In einer der Schulen gibt es für den naturwissenschaftlichen Unterricht bloß eine kleine Kiste mit zwei oder drei Chemikalien und einem Thermometer. Das ist zu wenig, wissen die Reisenden. Sie sagen der Schule ihre Hilfe zu. Vor Kurzem begann der Bau eines naturwissenschaftlichen Raums, der durch die Himalaya-Initiative finanziert wird.

Auch darum ging es an diesem kulinarischen Vortragsabend: Spenden. Mithilfe von Klaus Obermann, Besitzer des Alten Bahnhofs, und Prema Kästner servierten die Gastgeber ein Himalaya-Buffet mit Köstlichkeiten aus der Ferne. Prema, die ursprünglich aus Sri Lanka kommt, half in der Küche und brachte ihre Fähigkeiten mit in die nepalesisch-indischen Speisen ein. Auf dem feierlich angerichteten Buffet fanden sich Gerichte wie Sambar, Parippu und Süßkartoffelcurry wieder. Dazu gab es Zitronenreis, Tomatensambal und Mangochutney. Am bekanntesten war da wohl die Spezialität Hähnchencurry, serviert mit Paprika und Kokos.

Während des Essens und auch danach tauschten sich die Gäste aus und Sybille Courtin beantwortete alle Fragen, die sich stellten. Das besondere Essen gab es zwar nicht umsonst, doch der Erlös wurde direkt an die Initiative gespendet.

Von Franziska Deubener

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