Gemeinde, Schulamt und Landkreis arbeiten an einem Konzept für Haina-Kloster

Zumindest eine Schule in der Großgemeinde Haina erhalten

Haina-Kloster/Frankenau. Wie auf Dauer zumindest eine Grundschule in der Großgemeinde Haina-Kloster erhalten werden kann, dafür wollen Gemeinde, staatliches Schulamt und der Landkreis Waldeck-Frankenberg nach gemeinsamen Lösungen suchen.

So fasste Bürgermeister Rudolf Backhaus das Ergebnis eines Gespräches mit Vertretern der beiden Behörden zusammen.

Hintergrund der Beratung ist die Tatsache, dass zwölf von 13 Löhlbacher Eltern einen Gestattungsantrag gestellt haben, ihre Kinder im Sommer in Frankenau einschulen zu lassen. Die Löhlbacher Schule ist organisatorisch an die Frankenauer angegliedert. Die Eltern kritisieren, dass in Löhlbach je zwei Schuljahrgänge in allen Fächern gemeinsam unterrichtet werden. Außerdem führen sie Sicherheitsbedenken an.

Eine Abwanderung von Löhlbacher Schülern in die Nachbargemeinde wollen Gemeindevorstand und Parlament aber verhindern und haben dies in einer Resolution deutlich gemacht. Sie fürchten, dass erst die Grundschule in Löhlbach dicht gemacht wird, und später die Grundschule in Haina nicht mehr genug Schüler habe, um zumindest die vier Jahrgänge in zwei Klassen zu unterrichten.

Dass in den nächsten Jahren einer der beiden Schulstandorte – sei es Löhlbach oder Haina – schießen muss, sei kaum zu verhindern, sagt der Bürgermeister. „Um so dringlicher ist es, frühzeitig die Weichen so zu stellen, das zumindest ein Schulstandort in der Großgemeinde erhalten bleibt“, fordert er.

Wie dies in Haina-Kloster umgesetzt werden kann, dazu sollen beim nächsten Treffen konkrete Vorschläge gemacht werden. Nachgedacht worden sei in dem Gespräch über Zwischenlösungen. Zum Beispiel: Es müsste keinen jahrgangsübergreifenden Unterrichten mehr an den beiden Grundschulen in Löhlbach und Haina geben, wenn je zwei Jahrgänge in der einen und je zwei in der anderen Schule unterrichtet würden.

Über die Gestattungsanträge der Löhlbacher Eltern will dass Schulamt spätestens nach den Osterferien entscheiden, hieß es dort am Dienstag auf HNA-Anfrage. (mab)

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Quelle: HNA

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