Podiumsdiskussion: Kirchenkreis und Türkisch-Deutscher Verein tauschten sich aus

Zusammen für Integration

„Erwartungen aussprechen und gemeinsam Zeichen setzen“: Ali Korkmaz, Vorsitzender der türkisch-islamischen Gemeinde Frankenberg, Brigitte Spors, Konrad Hahn, Islambeauftragter der Landeskirche Kurhessen-Waldeck, Imam Kemal Güner, Dekanin Petra Hegmann, Manfred Berger, Vorsitzender des deutsch-türkischen Vereins und Sarac Turgut von der türkisch-islamischen Gemeinde Allendorf vor der Diskussionsrunde im Gemeindehaus auf der Burg. Foto:  Ochse

Frankenberg. Mehr Gemeinsamkeit in der Öffentlichkeit deutlich zu machen, das ist eines der Ziele, das sich Frankenberger Christen und die islamische Gemeinde nach einer Podiumsdiskussion zum Thema „Kirche und Moschee – Was können Religionsgemeinschaften zum Integrationsklima beitragen?“ setzten.

Im Gemeindehaus auf der Burg hatten der Evangelische Kirchenkreis Frankenberg, der Türkisch-Deutsche Verein und die Türkisch-Islamische Gemeinde Frankenberg unter anderen den Islambeauftragten der Evangelischen Landeskirche in Kurhessen-Waldeck, Konrad Hahn, und den neuen Imam der Türkisch-Islamischen Gemeinde, Kemal Güner, eingeladen.

Der Vorsitzende des Türkisch-Deutschen Vereins, Manfred Berger, begrüßte die 30 Besucher der Diskussionsveranstaltung.

Er entschuldigte das Fehlen von Selcuk Dogruer, dem Dialogbeauftragten der DITIB, dem Dachverband der Türkisch-Islamischen Union, der als weiterer Referent angekündigt war.

Pfarrer Konrad Hahn zeigte zunächst aus der Sicht der christlichen Bevölkerung die Entwicklung der Integration muslimischer Mitbürger auf.

Oft normales Miteinander

Viele Vorurteile und Ängste gegenüber Menschen aus einer fremden Kultur sorgten für eine zunächst nur zögerliche Annäherung, die heute bereits im Kindergartenalter beginnt. Freundschaften, Arbeits- und Geschäftsbeziehungen sowie Nachbarschaft ermöglichten aber oftmals ein normales Miteinander.

Zwischen Religion und Kultur gelte es dabei zu unterscheiden, so Konrad Hahn weiter. Themen wie Zwangsheirat, Gewalt und Terrorismus begründeten sich nicht in Glaubensfragen.

Die jeweiligen Erwartungen auszusprechen, dabei zusammenhalten und gemeinsam Zeichen setzen – diesen Wunsch sprach auch der neue Imam Kemal Güner aus, der sich über die gut funktionierenden Beziehungen der Religionsgemeinschaften und Kulturvereine in Frankenberg freute. (oc)

Quelle: HNA

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