Zwei Dekanate werden eins: Biedenkopf und Gladenbach fusionieren

„Nehmt einander an“: Der Biedenkopfer Dekan Gerhard Failing (rechts) kündigte in Dautphe an, dass der Dekan des neuen Dekanats wahrscheinlich Ende Januar gewählt wird. Foto: Kordesch/nh

Gladenbach/Biedenkopf. Die beiden evangelische Dekanate Biedenkopf und Gladenbach werden zum 1. Januar 2016 fusionieren.

Das haben die beiden Dekanatssynoden bei ihrer gemeinsamen Sitzung im Bürgerhaus Dautphe mit großer Mehrheit beschlossen.

Noch steht nicht fest, wo die Verwaltung des neuen Dekanats ihren Sitz haben wird. Wilhelm Düringer stellte den Synodalen drei mögliche Standorte vor: Zum einen das im Eigenbesitz befindliche „Haus der Kirche und Diakonie“ in Biedenkopf, das barrierefrei umgebaut sowie mit einem Anbau versehen werden müsste. Letzteres wäre auch beim zweiten Standort der Fall: In der Regionalverwaltung in Steffenberg-Niedereisenhausen könnte zwar frei werdende Fläche genutzt werden, aber auch dort benötigte man einen kleinen Anbau. Die dritte Variante sieht einen Neubau in der Nähe des neuen Familienzentrums in Dautphe vor, das sich in Dekanatsträgerschaft befindet.

Die Diskussion machte deutlich, dass sich für jeden Standort sowohl Pro- als auch Contra-Argumente finden.

Die Gladenbacher Synodalen nahmen das Vertragswerk mit 49-Ja-Stimmen bei einer Enthaltung an; aus den Reihen der Biedenkopfer Synodalen gab es bei 26 Befürwortern sechs Gegenstimmen und sieben Enthaltungen. Das hatte Pfarrer Gerald Rohrmann (Allendorf/Eder) auch so angekündigt, da man im Oberen Edertal das vereinbarte Modell eines „Dekanates der Regionen“ im Vertrag nicht hinlänglich berücksichtigt sieht.

Den Dekan oder die Dekanin des neuen Dekanats - das laut Vertragsvereinbarung schlicht „Evangelisches Dekanat Biedenkopf-Gladenbach“ heißen soll - werde die Synode wahrscheinlich Anfang Januar kommenden Jahres wählen, sagte Gerhard Failing. (klk/nh)

Quelle: HNA

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