Feuerwehren fusionieren

Aus zwei Einsatzabteilungen wird eine

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Bald nur noch eine Scheune, die den Feuerwehrverein beherbergt: Das Feuerwehrgerätehaus in Louisendorf wird im Zuge der Fusion der Wehr mit Ellershausen seiner Funktion enthoben.

Frankenau-Ellershausen - Zwei Frankenauer Stadtteilwehren gehen den Weg von Halgehausen und Bockendorf: Sie fusionieren ihre Einsatzabteilungen. Das Gerätehaus in Louisendorf soll aufgegeben werden und dem weiterhin bestehenden Feuerwehrverein dienen.

Es war ein Thema, bei dem Mario Seitz, Wehrführer der Hardtberger Feuerwehr, genau zuhörte: Das Frankenauer Parlament hat den Zusammenschluss der Einsatzabteilungen aus Ellershausen und Louisendorf beschlossen. Gegen die Stimme Alexander Kaufmanns und bei zwei Enthaltungen billigte das Parlament den Plan der beiden Vereine, der unter Einbindung von Politik und Wehrleitungen entstanden war. Stadtbrandinspektor Oliver Nolte, selbst Ellershäuser, beobachtete die Abstimmung aus dem Zuschauerraum.

Ursprünglich lauteten die Pläne des Bürgermeisters, alle vier ADEL-Wehren zu fusionieren. Konkret wurde dies aber nur bei den beiden Wehren aus Louisendorf und Ellershausen: Die neue Feuerwehr trägt den Gemarkungsnamen „Rote Kaul“. Die Trägervereine bleiben von der Fusion der Einsatzabteilungen vorerst unberührt: Beide bleiben eigenständig. Die Stadtverordneten befürworteten dies in ihrem Zusammenlegungs-Beschluss.

Stolz über die Fusion

Brede zeigte sich glücklich über die Fusion: Er sei stolz über das, was Oliver Nolte und Manuel Steiner aus der Stadtverwaltung erarbeitet hätten. Es helfe der Stadt – und auch dem Brandschutz. „Die Kameraden haben sich ein politisches Signal gewünscht“, sagte Brede – er warb deshalb vor der Abstimmung um eine möglichst breite Zustimmung aus den Reihen der Parlamentarier – die die Vorlage letztlich auch erhielt.

Zugleich zeigte er sich verärgert darüber, dass der Bau- und Siedlungsausschuss wie der Haupt- und Finanzausschuss einige Punkte aus der Magistratsvorlage gestrichen hatten. Insbesondere ging es dabei um den Ausbau des Ellershäuser Gerätehauses – in ihm ist die Einsatzabteilung künftig stationiert. Das Louisendorfer Gerätehaus schließt und ist künftig nur noch „Heim“ des Feuerwehrvereins. Die Umbaukosten wurden in der Vorlage mit knapp 10000 Euro veranschlagt. Hinzu kämen etwa 2500 Euro für die Anschaffung von Funkmeldeempfängern für die Wehrführung und 100 Euro für ein Schlüsseldepot. Auch diese Punkte wurden vorerst ausgeklammert. „Der Umbau muss kommen“, sagte der Rathauschef.

Über die ausgeklammerten Punkte soll in einer gemeinsamen Sitzung der beteiligten Gremien diskutiert werden. Nicht zur Debatte stand jedoch der Anschaffung neuer Spinde. Kostenpunkt: 1000 Euro. Insgesamt rechnet die Stadt mit Fördergeld in Höhe von 30000 Euro für die Zusammenlegung.

Alexander Küster von den Freien Bürgern begrüßte die Vereinigung – betonte jedoch: „Für mich ist die Zusammenlegung aller vier ADEL-Wehren noch nicht vom Tisch. Eine Ansage, bei der besonders Mario Seitz aufgehorcht haben dürfte.

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