Rosenthal und Frankenau wählen ihre Bürgermeister

Zwei Kandidaten ohne Gegner

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Frankenau/Rosenthal - In zwei Städten stellen sich am Sonntag die Amtsinhaber erneut zur Wahl für den Posten des Bürgermeisters. In Frankenau will Björn Brede (SPD) nach einer Amtszeit wiedergewählt werden, in Rosenthal möchte Hans Waßmuth (CDU) in die dritte Amtsperiode starten.

Viel Spannung versprechen die Bürgermeisterwahlen am Sonntag im Altkreis Frankenberg nicht: Beide Kandidaten sind die Amtsinhaber, beide treten ohne einen Herausforderer an, beide gehören der politischen Mehrheit ihrer Stadt an. Und: Keiner der beiden hat in der vergangenen Amtsperiode große Skandale oder Widerstand aus der Bevölkerung verursacht.

Doch auch, wenn sich nur ein Kandidat zur Wahl stellt, bedeutet das nicht, dass die Bürger keine Wahl haben: Denn auf den Stimmzetteln gibt es auch die Möglichkeit, „Nein“ anzukreuzen. Wer also nicht einverstanden ist mit der Arbeit, die sein Rathauschef abgeliefert hat, hat das Recht, dies zu dokumentieren - dazu muss er allerdings zur Wahl gehen. Wer nicht wählt, beweist damit nur eines: Gleichgültigkeit.

Sowohl in Frankenau als auch in Rosenthal sind die Wahllokale am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Während in allen anderen Städten und Gemeinden des Landkreises nur ein Stimmzettel - der für den künftigen Landrat - ausgefüllt werden muss, haben die Bürger der beiden Städtchen zwei Stimmen abzugeben.

Insgesamt 2436 Frankenauer dürfen am Sonntag entscheiden, ob sie Björn Brede weiterhin als Bürgermeister haben wollen oder nicht. Die Kernstadt ist in zwei Wahlbezirke aufgeteilt, Frankenau I mit 551 und Frankenau II mit 606 Wahlberechtigten. Für beide Bezirke gibt es aber nur ein Wahllokal, das sich im Schulungsraum der Feuerwehr in der alten Post befindet.

In Allendorf/Hardtberg befindet sich das Wahllokal im Feuerwehrgerätehaus, dort dürfen 145 Wähler ihre Stimme abgeben. In allen anderen Stadtteilen werden die Wahllokale in den Dorfgemeinschaftshäusern eingerichtet. Mit 506 Berechtigten ist Altenlotheim der drittgrößte Wahlbezirk. In Dainrode haben 160 Menschen einen Wahlschein bekommen. Dort dürfte die Wahlbeteiligung auffallend hoch sein, denn das Dorfgemeinschaftshaus liegt direkt neben dem Festplatz, auf dem die Feuerwehr am Wochenende ihr Heimatfest anlässlich des 80-jährigen Bestehens ausrichtet. Insgesamt 363 Ellershäuser dürfen ihre Stimme abgeben. Mit 105 Wahlberechtigten ist der Bezirk Louisendorf der kleinste im Stadtgebiet.

Insgesamt 130 Frankenauer haben in den vergangenen Wochen Briefwahlunterlagen angefordert, davon waren gestern Vormittag bereits 115 im Rathaus abgegeben.

In Rosenthal dürfen genau 1782 Bürger ihren Bürgermeister wählen. Die Kernstadt ist in zwei Wahlbezirke aufgeteilt, die auch zwei Wahllokale haben: 634 Rosenthaler sind aufgerufen, ihr Kreuz in der Sport- und Kulturhalle zu machen, 719 haben ihr Wahllokal im Kindergarten. Dazu zählen auch die Willershäuser, die keinen eigenen Wahlbezirk haben. Anders in Roda: Dort sind 429 Menschen zur Wahl aufgerufen. Insgesamt 92 Rosenthaler haben sich Briefwahlunterlagen zuschicken lassen.

Obwohl es sich in beiden Fällen um kleine Städte handelt, dürfte sich die Zeit bis zum Ergebnis ein wenig hinziehen: Denn in allen Wahlbezirken muss zuerst die Landratswahl ausgezählt werden, bevor es an die Wahlzettel für die Rathauschefs geht.

Die Auszählung der Landrats- und Bürgermeisterwahlen beginnt um 18 Uhr. In Frankenau werden die Ergebnisse im Waldecker Hof öffentlich gezeigt, dort wird auch Björn Brede mit Freunden und Familie die Bekanntgabe verfolgen. In Rosenthal werden die Ergebnisse ab 18 Uhr im kleinen Saal der Sport- und Kulturhalle statt öffentlich präsentiert. Dort findet anschließend auch die Wahlparty von Hans Waßmuth statt.

(Von Andrea Pauly)

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