Zwei Raubüberfälle: 30-Jähriger zu Haftstrafe verurteilt

Frankenberger Land. Wegen zweier Raubüberfälle in Frankenberg und Fulda hat das Landgericht Marburg einen 30-Jährigen aus dem Raum Gießen zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt.

Für die Tat in Fulda war er bereits vom dortigen Landgericht zu einer Haftstrafe verurteilt worden. In der Verhandlung jetzt ging es um einen Vorfall vom 8. Juni 2009, bei dem die Niederlassungsleiterin eines Herstellers von Aufbewahrungsbehältnissen um die Tageseinnahmen von 10.000 Euro gebracht worden war.

Die Kammer bildete gegen den geständigen Angeklagten letztendlich eine Gesamtstrafe. Der Mann gab zu, am späten Abend zusammen mit einem anderen Mann, die Frau überfallen zu haben. Von seinem bisher unbekanntem Mittäter kenne er nur dessen Vornamen.

Besagten „Andrej“ habe er bei seiner Arbeit als Türsteher einer Gießener Diskothek kennengelernt und ihm von Geldsorgen berichtet, so der Angeklagte. Der Mann habe ihm angeboten, bei einem Raub mitzumachen.

Polizeiliche Vernehmung

Wegen des Geständnisses wurde der Frau erspart, sich vor Gericht nochmals mit der Tat auseinanderzusetzen, auch weil sie sich seitdem in psychologischer Behandlung befindet. Es wurde die polizeiliche Vernehmung verlesen.

Wie der Angeklagte ausführte, habe er Sturmhauben besorgt. Man habe gewartet, bis die Frau die Geschäftsräume verlassen wollte. Er habe eine von seinem Mittäter besorgte Spielzeugpistole geführt und sei vorangegangen, weil er niemanden verletzen wollte.

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Quelle: HNA

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