Frankenberg

Zwei „Tauchgänge“ in der Eder

- Frankenberg (js) Saisonauftakt der Frankenberger Kanuten: In der abschnittsweise hochwasserführenden Eder war das ganze Können der Wassersportler gefragt. Nicht alle Starter kamen trocken am Clubhaus in Asel an.

Es gab schon Jahre, in denen die Frankenberger Kanuten das traditionelle Anpaddeln im März absagen mussten, weil die Eder zu wenig Wasser führte. In anderen Jahren war es noch so kalt, dass der Edersee von einer Eisschicht bedeckt war und der Saisonauftakt deshalb ausfallen musste. Ganz anders in diesem Jahr, als sich am Wochenende das Anpaddeln als großes Abenteuer darstellte. Die Eder führt derzeit nach der Schneeschmelze und den Regenfällen viel Wasser und auch der Edersee ist mit ungefähr 174 Millionen Kubikmeter Wasser sehr gut gefüllt. Vollstau ist bei rund 198 Millionen Kubikmeter Wasser. Die Fahrt zum Clubhaus an der Hohen Fahrt entwickelte sich für einige Kanuten zu einer echten Bewährungsprobe, denn der hohe Wasserstand mit 97 Kubikmeter Wasser, die am Pegel in Schmittlotheim in der Sekunde vorbeiflossen, machte die Eder zum reißenden Strom. „Ich brauchte vom Wehr in Viermünden bis zum Einlauf der Eder in den See das Boot nur auf Kurs zu halten, aber keinen einzigen Paddelschlag zu machen“, erklärte einer der Kanuten bei der Ankunft am Bootshaus des Frankenberger Kanuclubs an der Hohen Fahrt. Für zwei der Teilnehmer endete das Anpaddeln auch schon beim Wehr in Viermünden, als sie dort ein unfreiwilliges kaltes Bad in der Eder nehmen mussten. Alle anderen 20 Boote, Einer-, Zweierkajaks und Canadier, die in Frankenberg oder Viermünden gestartet waren, kamen aber wohlbehalten am Bootshaus an. Schwierig war es lediglich noch einmal bei den Stromschnellen bei Hessenstein geworden, als sich einige Boote wie „U-Boote“ in den hohen Wellen bewähren mussten. Zur Belohnung gab es für alle Kanuten am Bootshaus einen zünftigen Erbseneintopf. Mit Kaffee und Kuchen ließen die Kanuten und ihre Gäste, die zum Teil auch zum Bootshaus gewandert waren, einen erlebnisreichen Tag mit einem gemütlichen Beisammensein ausklingen.

Kommentare