Eder-Bike-Tour

Zweite Hälfte der Tour fällt ins Wasser

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Frankenberg/Hatzfeld - Zahlreiche Radfahrer waren bereits am Sonntagmorgen zur Eder-Bike-Tour aufgebrochen - und blieben mit etwas Glück trocken. Doch alle, die längere Strecken vor sich hatten oder erst am späten Vormittag losgeradelt waren, hatten unter dem ausgiebigen Regen zu leiden.

Sportlich ambitionierte und gemütliche Sonntagsfahrer, Herren auf dem Liegend-Rad und Senioren auf dem E-Bike, Familien und Pärchen, einige Rennradler, vor allem aber Freizeitradfahrer ab 40 Jahren waren am gestrigen Sonntag bei der Eder-Bike-Tour vertreten. Sie stellten sich ihre Strecken nach Lust und Laune zusammen - die einen machten eine große Tour, andere probierten einen neuen Streckenabschnitt aus, wieder andere nutzten den Shuttle-Service, um anschließend mit dem Rad wieder nach Hause zu fahren.

In diesem Jahr führte die Gesamtstrecke über 74 Kilometer von Erndtebrück bis Frankenberg - auf der Wittgensteiner Seite auf autofreien Landstraßen, im Ederbergland ab Beddelhausen auf dem Radweg immer entlang der Eder.

Ab mittags war die Kälte das geringste Problem der Radfahrer: Ausgiebige Regenschauer verhagelten ihnen die gute Laune. Die Eröffnung am Morgen hatte noch bei strahlendem Sonnenschein stattgefunden, im Laufe des Vormittags hatten immer mehr Wolken und Donnergrollen das schlechte Wetter angekündigt.

Ab mittags goss es in Strömen. Die meisten Fahrer brachen ihre Touren deshalb ab und hielten sich an den Stempelstationen auf, um das Schlimmste abzuwarten oder sich abholen zu lassen.

Wäre das schlechte Wetter nicht gewesen, hätte die diesjährige Eder-Bike-Tour die erfolgreichste werden können, sagte die Geschäftsführerin der Ederbergland-Touristik Silvia Fries. Schon am Nachmittag hatte etwa die Stempelstation in Battenfeld mit etwa 550 Radfahrern mehr als doppelt so viele Radler gezählt wie im vergangenen Jahr am ganzen Tag.

Zusätzlich zum Wetter sorgte die Organisation des Shuttle-Busses für Unmut bei den Radfahrern. Denn der Pendelverkehr verzögerte sich massiv, die Busse waren überfüllt. Klaus-Dieter Brandstetter vom Tourismus-Service Waldeck-Ederbergland begründete dies auf Nachfrage mit der unerwartet großen Zahl an Mitfahrern, die sich zuvor nicht angemeldet hatten.

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