Aktion "Helfen macht Schule" sammelte im Landkreis 157 Schultaschen für bedürftige Kinder

Ein zweites "Leben" für alte Schulranzen

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Frankenberg - In wenigen Wochen beginnt für 157 ausgediente, aber noch gut erhaltene und frisch gefüllte Schulranzen ein zweites "Leben": Bedürftige Kinder in Osteuropa, die sich solch eine praktische Tasche für ihren Schulbesuch niemals leisten könnten, werden sich über das Geschenk aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg freuen.

Ein Transportfahrzeug der internationalen Hilfsaktion Global Aid Network (GAiN), das als humanitärer Partner von „Campus für Christus e. V.“ seit 1990 Hilfe leistet, holte die Ranzen vor Kurzem im Gemeindezentrum der Evangelischen Gemeinschaften in Frankenberg ab.

„Wir freuen uns darüber, dass so viele Familien und Schulen unserem Aufruf gefolgt sind“, erklärten die Initiatoren Tina Paulus (Röddenau) und Siegfried Schimanski (Frankenberg), die in den vergangenen Jahren bereits mehrere Hundert solcher Schulranzen mit ihrer Aktion „Helfen macht Schule“ gesammelt, gereinigt und neu gefüllt haben.

Dieses Mal seien sie aus allen Teilen des Landkreises Waldeck-Frankenberg und darüber hinaus unterstützt worden, insbesondere von den Grundschulen in Röddenau, Ernsthausen, Rosenthal und Münchhausen. Gerade beim Übergang aus den vierten Klassen in weiterführende Schulen würden Kinder oft ihre ersten Schulranzen gegen neue auswechseln, stellten die Sammler fest, „und da wäre Wegwerfen doch einfach zu schade“.

Zu Beginn dieses Jahres hatten Tina Paulus und Siegfried Schimanski im Gemeindehaus in der Bottendorfer Straße eine Spende von 1050 Euro entgegengenommen, die ihnen half, die gespendeten Ranzen mit Schreib-, Hygiene- und Spielutensilienfür Kinder auszustatten.

Während des Weihnachtsmarktes im vergangenen Dezember war dieses Geld in der Rathausschirn in einem Café erwirtschaftet worden. Mitglieder der Evangelischen Gemeinschaft Ruhrstraße, der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Friedrichstraße und der Freien evangelischen Gemeinde Bottendorfer Straße hatten sich zusammengeschlossen, Kuchen und Plätzchen gebacken sowie eine Suppe gekocht, die während der Markttage verkauft wurden. Einige Frauen boten selbst gefertigte Handarbeiten an. Etwa 30 Euro wird an neuem Zubehör pro Ranzen benötigt.

„Es ist uns wichtig zu betonen, dass unsere Aktion das ganze Jahr über läuft und dass wir jederzeit weitere gut erhaltene Schulranzen annehmen“, sagte Tina Paulus. Man kann sie im Gemeindezentrum der Evangelischen Gemeinschaften, Ruhrstraße 23 in Frankenberg abgeben, aber auch nach wie vor bei Tina Paulus in Röddenau, Elseberg 5 (06451/8576) oder Siegfried Schimanski in Frankenberg, Schräling 17 (06451/4822). Auf Wunsch werden die Ranzen abgeholt. Auch Geldspenden sind möglich. (vk)

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