Herztag lockt mehr als 200 Besucher in die Ederberglandhalle

Zwischen Torjubel und Herzinfarkt

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Die richtige Ernährung spielt für ein gesundes Herz eine wichtige Rolle. Beim Herztag informierten unter anderem Dr. Regina Dabew und Tilmann Schunk von der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Haina, der Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses und der Vitos Haina, Ralf Schulz, sowie die Frankenberger Chefkardiologin Dr. Elisabeth Pryss (v.l.) über Themen rund ums Herz.Foto: Treude

Frankenberg - Der Herztag des Kreiskrankenhauses in Frankenberg hat im Kalender vieler einen festen Platz. Zum 14. Mal fand am Donnerstag die Informationsveranstaltung mit Vorträgen und Aktionen statt. Mehr als 200 Besucher kamen in die Ederberglandhalle.

Ein „normales“ Herz schlägt 60 bis 90 Mal pro Minute, es bewegt am Tag rund 7000 Liter durch den Körper. Doch bei vielen Menschen gerät das Herz aus dem Takt. Über Krankheitsbilder, die Gründe und Auslöser dafür sowie Möglichkeiten der Vorbeugung informiert die Kreisklinik seit 1999 beim Herztag. Dieser wurde damals vom ehemaligen Chefarzt der medizinischen Abteilung, Dr. Harald Schmid, ins Leben gerufen. Und die Veranstaltung hat sich etabliert. Am Donnerstag waren mehr als 200 Interessierte in die Ederberglandhalle gekommen.

Faktor emotionaler Stress

Dabei machte sich auch die angestrebte engere Zusammenarbeit zwischen der Kreisklinik und der Vitos Haina bemerkbar. Im Vortrag „Mit Herz und Seele dabei“ verdeutlichten Ärztin Dr. Regina Dabew und Diplom-Psychologe Tilmann Schunk von der Hainaer Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie anhand der Fußball-Weltmeisterschaft, wie sich emotionale Belastung auf das Herz auswirken kann. Bei der WM in Brasilien starb ein 16-jähriger Argentinier während des Elfmeterschießens seiner Mannschaft an einem Herzinfarkt. Und das ist kein Einzelfall. Dabew und Schunk präsentierten eine Untersuchung zur Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Im Raum München gab es an den Spieltagen der deutschen Nationalmannschaft mehr Notfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen als in den Vergleichsjahren zuvor oder an Tagen ohne deutsches Spiel.

„Emotionaler Stress kann durchaus ein Risikofaktor sein“, erklärte Tilmann Schunk - das gilt auch über Fußball hinaus.(tt)

Mehr lesen Sie in der Frankenberger Zeitung von Freitag, 7. November.

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