Erster Bauabschnitt fertig

"Zwischeneinweihung" mit viel Gesang

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Der Battenfelder Frauenchor intonierte Gebete in Liedform.

Allendorf-Battenfeld - Der erste Bauabschnitt zur Sanierung der mehr als 800 Jahre alten Battenfelder Kirche ist vollendet - im Zeichen des Chorgesangs stand der festliche Gottesdienst zu diesem Anlass.

Weil der erste und größte Abschnitt mit der Fertigstellung der äußeren Fassade und dem Umbau des Dachstuhls abgeschlossen sei, gelte es, eine feierliche „Zwischeneinweihung“ zu begehen, sagte Pfarrer Claus Becker. Die komplette Sanierung werde aber wohl noch weitere drei bis vier Jahre dauern, fügte er hinzu.

„Tut mir auf die schöne Pforte!“ sang die Gemeinde in der vollbesetzten Kirche. Becker versetzte sich gedanklich in die Zeit um 1200, als der größte Teil der Battenfelder Kirche gebaut wurde. In Europa seien damals erste Apotheken eingerichtet und die Grundlagen für die ersten Heime für alte Menschen und Geisteskranke geschaffen worden. Als Lesung diente ein Märchen von Ludwig Bechstein: Des Königs Münster - passend zur Thematik des Tages. Bauherr der Kirche sei nicht ein Architekt, nicht der Vorstand oder der Pfarrer, sondern immer die gesamte Gemeinde, sagte Pfarrer Becker. Vor 15 Jahren, als er sich entschied, sich um die Pfarrstelle in Battenfeld zu bewerben, seien ihm das Kruzifix über dem Altar, der mächtige Turmraum, das romanische Taufbecken und die Türbeschläge ebenso positiv aufgefallen wie einige „Kleinigkeiten“: Die Kirche war auch in der Woche zeitweise offen, immer war der Altar liebevoll mit Blumen geschmückt; positive Eindrücke, die ihn bestärkten.

Gott an der Kreuzung

Vieles sei um das Jahr 1200 anders gewesen in den Dörfern des Edertals, predigte Becker. Der Bau der Kirche in Battenfeld sei deshalb geschehen, weil die Menschen etwas von der Größe Gottes erleben wollten. Sie hätten die Großzügigkeit und die Schönheit des Herrn durch das Gotteshaus erlebt, das eben jene Eigenschaften selbst aufwies: „Diese Kirche ist ein Symbol für Gottes Anwesenheit, mitten in unserem Alltag, an der Kreuzung im Dorf!“ Das Haus habe viele Freunde, die Geld zum Umbau beigesteuert hätten. Diese würden auch in Zukunft weiterhin benötigt.

Getragen und feierlich sang der Männergesangverein aus Battenfeld, verstärkt mit Battenberger Sängern, „O Herr, wir bitten dich“. Einen deutlichen Kontrast dazu stellte das Spiritual „Kumbayah, my Lord“ dar. Roy Röcher dirigierte. Gebete in Liedform intonierte der Battenfelder Frauenchor unter der Leitung von Holger Born. Großartig war der Vortrag eines flotten afrikanischen Liedes, mit dem der Meisterchor einmal mehr sein hohes Niveau unter Beweis stellte.

An den Gottesdienst schloss sich ein gemütliches Pizzaessen vor dem Backhaus an. Diesen Teil der Veranstaltung organisierte der Heimat- und Verschönerungsverein. (ied)

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