EU-Urteil

Lenkrad darf im Auto rechts oder links sein

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Auf den Straßen in Großbritannien herrscht Linksverkehr.

In England, Irland, Zypern und Malta fahren Autos auf der linken Seite. In diesen Ländern ist das Lenkrad im Auto rechts. Laut einer neuen EU-Entscheidung spielt das aber keine Rolle mehr. 

Das Lenkrad im Auto darf sich in Europa entweder auf der rechten oder der linken Seite befinden - egal, ob im Land Rechts- oder Linksverkehr herrscht. Die EU-Staaten dürfen nicht vorschreiben, dass Autobesitzer ihre Autos umbauen, um sie anzupassen. Das hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg (EuGH) am Donnerstag entschieden (Rechtssachen C-639/11 und C-61/12).

Im konkreten Fall ging es um Auflagen in Polen und Litauen. In beiden Ländern herrscht Rechtsverkehr. Autofahrer zum Beispiel aus Großbritannien sind per Gesetz verpflichtet, ihre Wagen vor der Zulassung umbauen zu lassen, damit sich der Fahrersitz wie üblich links befindet. Die EU-Kommission hatte dagegen geklagt, weil die Regelungen aus ihrer Sicht den freien Warenverkehr beschränken.

Der Gerichtshof hat nun entschieden, dass die Auflagen unrechtmäßig sind. Derartige Vorschriften für Neuwagen ließen sich nicht aus der EU-Gesetzgebung ableiten.

Keine Frage der Verkehrssicherheit

Auch bei Gebrauchtwagen, die bereits in einem Land mit Linksverkehr zugelassen waren, sieht der EuGH keine guten Gründe für einen Umbau. Polen und Litauen hätten nicht beweisen können, dass andernfalls die Verkehrssicherheit leide. Risiken ließen sich auch durch kleinere Nachrüstungen beheben, zum Beispiel durch zusätzliche Außenspiegel oder Änderungen an Scheinwerfern und Scheibenwischern.

Länder in Europa mit Linksverkehr

  • Großbritannien
  • Irland
  • Malta
  • Zypern

In den Fahrzeugen ist Lenkrad und Pedal auf der rechten Seite. Auch die Schalter für Blinker und Schalter sind anders zu bedienen. Die Gangschaltung muss mit der linken Hand bedient werden. Die Gänge lassen sich aber wie in Deutschland schalten.

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dpa

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