Ford Focus ST mit 250 PS

Auch Frauen wollen Spaß

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Attraktives Äußeres: Den neuen ST gibt es u. a. in der Spezial-Lackierung „Sunset Gelb-Metallic“

Geballte Pferdestärken, ein kerniger Sound und kompakte Maße – reine Männerträume? „Girls, they just wanna have some fun“, trällert Madonna aus dem Radio während einer Kurvenhatz...

...durch das Hinterland der Côte d’Azur. Und seien Sie versichert, auch Frauen kann der neue Ford Focus ST ein verzücktes Lächeln entlocken.

Mit 250 PS sprintet der ST von 6,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Spitze fährt der Focus ST Tempo 248.

Die Serpentinen schlängeln sich steil nach oben – mal üppig gebaut, mal eng, manchmal scharf geschnitten. Sportlich legt sich der ST in die Kurve, immer dynamisch, immer zuverlässig. Die neu entwickelte Lenkung arbeitet dank der variabel geregelten Übersetzung sehr direkt, das Fahrwerk sitzt stramm – das bereitet gerade in anspruchsvolleren Straßenlagen richtig Freude. Hier lohnt es, das dreistufige ESP zu testen. Schon der alltagstaugliche Basismodus erlaubt eine dynamischere Fahrweise als das Serienmodell. Im Sportmodus selbst lässt es sich in der Kurve schon mal leicht driften, das elektronische Stabilitätsprogramm greift erst dann ein, wenn Hilfe wirklich nötig ist. Und wer die Möglichkeit zur Ausfahrt auf einer abgesperrten Rennstrecke hat, kann den ST auch mit ganz abgeschaltetem ESP an seine Grenzen führen.

Wie im Rennfahrer-Cockpit: Jede Menge Anzeigen sorgen für den nötigen Überblick

Doch zurück zum Test: Spaßbremser werden durch zackiges Überholen lässig abgehängt. Für den nötigen Vortrieb sorgt hierbei ein 2,0 Liter großer Vierzylinder-Benziner mit Direkteinspritzung. Und obwohl das Aggregat gegenüber dem Vorgänger einen Zylinder weniger hat und der Hubraum um 0,5 Liter geschrumpft ist, leistet der Turbo mit 250 PS rund zehn Prozent mehr. Das reicht aus, um den ST in 6,5 Sekunden auf 100 km/h zu katapultieren. In der Spitze sind übrigens 248 km/h möglich. Ein ,,Sound-Symposer“ überträgt das Ansauggeräusch des Motors dabei gezielt in den Innenraum – so bekommen die Insassen, wie auch das Umfeld mit, dass gerade gehörig aufs Gas getreten wird. Das muss man mögen, aber für Sportwagenfahrer – so hört man hier und da – ist die akustische Wahrnehmung von Pferdestärken wohl wichtig.

Recaro-Sitze

Die Fahrerin wird bei der Beschleunigung jedenfalls in wunderbar bequeme Recaro-Sitze gepresst, die prima Seitenhalt bieten und in der Lederversion achtfach elektrisch verstellbar sein sollen. Haben wir während unserer Testfahrt nicht – aber den nötigen Komfort kann man sich auch recht gut per Hand zurechtrücken. Nach gut 180 Kilometern anspruchsvoller Strecke, steigt die Fahrerin jedenfalls ganz ohne Rückenprobleme aus dem flotten Vehikel.

Am Spoiler und Diffusor am Heck kann ein geschultes Auge den ST vom Serienmodell unterscheiden.

Noch ein Wort zu den Äußerlichkeiten: Man muss schon hinsehen, um den ST vom normalen Serienmodell zu unterscheiden. Seine Tarnung fliegt jedoch durch einen Blick auf den schwarz glänzenden Kühlergrill, den Spoiler und Diffusor am Heck sowie eine mittig angelegte Auspuffanlage auf. Los geht’s für den ST bei 27.950 Euro, den Kombi Turnier gibt es mit 950 Euro Aufpreis.

Katrin Basaran

250 PS! Ford testet den Focus ST-Prototyp

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