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Mit dem Oldie in den Urlaub: Ersatzteile einpacken

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Wer mit seinem Oldtimer auf Reisen geht, sollte den Wagen vorher nicht nur gut warten, sondern für den Fall der Fälle auch Reserve-Öl und ein paar wichtige Ersatzteile einpacken.

München - Wenn ein Oldtimer gut in Schuss ist, taugt er nach Ansicht des TÜV Süd auch für eine Urlaubsfahrt. Allerdings sollten Fahrzeugbesitzer bei der Reisevorbereitung nicht nur ihre eigenen Siebensachen zusammenpacken, sondern auch an das Auto denken.

Wer mit dem Oldtimer auf Reisen gehen will, sollte zum Beispiel eine Reserve des richtigen Motoröls in den Kofferraum packen. In vielen Fällen sind das laut den TÜV-Experten Einbereichsöle - und die gibt es nicht an jeder Ecke. Wer bei seinem Klassiker Öl nachfüllen muss, dürfe nicht einfach ein modernes Motoröl als Alternative verwenden: Die darin enthaltenen Zusätze können ältere Lagermaterialien und Dichtungen angreifen und teilweise zerstören.

Wenn historische Fahrzeuge verbleites Benzin benötigen, nehmen Fahrer am besten ausreichend Bleiersatz für die Tour mit. Denn der ist an Tankstellen inzwischen kaum noch verfügbar.

Mit Ersatzteilen können sich Oldtimer-Besitzer natürlich nicht für alle Eventualitäten rüsten. Der TÜV Süd rät aber zu einer guten und passend für das jeweilige Auto zusammengestellten Grundausstattung. Dazu zählen etwa Zündkontakte und -kerzen, Keilriemen, Vergaser- und Kopfdeckeldichtungen, eine Wasserpumpe, wenn vorhanden eine Spritpumpe sowie ein Kraftstofffilter. Ein Lampensortiment für die Fahrzeugbeleuchtung sei vor allem sinnvoll, wenn das Auto noch sechs Volt Bordspannung hat. Eine Reserve-Zündspule mit dieser Spannung könne in diesem Fall auch nicht schaden.

Da die Sicherungen bei alten Autos mitunter sehr speziell sind, gehört auch davon passender Ersatz ins Reisegepäck. Außerdem sollte das Reserverad am Wagen nicht nur hübsch aussehen, sondern voll funktionsfähig und stramm genug aufgepumpt sein.

Wer sich selbst gar nicht in der Lage sieht, sein Fahrzeug bei einer Panne in Eigenregie wieder flottzumachen, sollte trotzdem passende Ersatzteile dabei haben, betont der TÜV Süd. Helfer oder der Pannendienst können das Auto damit womöglich gleich vor Ort reparieren, so dass das Urlaubsvergnügen nicht durch einen langen Werkstattaufenthalt oder eine nervenaufreibende Teilejagd getrübt wird.

dpa

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