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Mit den Qualitäten des Spenders - Der Seat Exeo

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Spanischer Verwandter des Audi A4: Der bis 2013 gebaute Seat Exeo (im Bild) teilt sich zu großen Teilen die Technik mit dem Ingolstädter Modell des Typs B7, das bis 2008 vom Band lief.

Berlin - Audi steckt drin, Seat steht drauf: Das ausgelaufene Mittelklassemodell Exeo basiert technisch auf dem Audi A4 der bis 2008 gebauten Generation. Auch die Motoren stammen vom Ingolstädter Hersteller.

Der bis 2013 gebaute Seat Exeo teilt sich zu großen Teilen die Technik mit dem Audi A4 des Typs B7. Und offenbar müssen Fahrer gegenüber dem Original bis auf die Inneraumqualität kaum Abstriche machen: Laut dem ADAC ist der Seat Exeo kaum anfällig für Pannen.

"Nur die Lampen fallen etwas öfter aus", berichtet der Münchner Automobilclub. Vereinzelt gebe es defekte Turbolader bei 2010 und 2011 gebauten Exemplaren, zudem kommen kaputte Auspuffanlagen vor (Benziner bis 2009), und es gibt lose Schaltgestänge (2012) zu monieren.

Der "TÜV Report 2014" hält mit Blick auf die Kfz-Hauptuntersuchung fest, dass der Exeo bis auf die Beleuchtung in allen Prüfkriterien eine recht gute Figur macht. Typische Mängel decken sich mit denen des Audi A4: Zahnriemenrisse beim Diesel sind nicht selten, und das stufenlose Automatikgetriebe Multitronic ist laut dem Report sehr anfällig.

Ab Anfang 2009 - nachdem der Audi A4 vom Typ B7 eingestellt war - positionierte Seat den Exeo in seinem Modellprogramm über dem Toledo. Gebaut wurde der Mittelklassewagen als Limousine und als Kombi ST. Das Cockpit wurde vom Audi fast eins zu eins übernommen, nur das Markenemblem wurde getauscht. Ansonsten fällt die Verarbeitung gegenüber dem Audi qualitativ ab. Die Modellpflege von 2011 brachte dem im spanischen Martorell montierten Exeo leichte Retuschen, LED-Bremsleuchten und Xenon-Licht als Option. Ein Start-Stopp-System senkt seitdem den Verbrauch. 2013 stellte Seat das Modell ein.

Unter der Haube montierte Seat einen einzigen 2,0-Liter-Diesel mit Common-Rail-Technik. Die drei Leistungsstufen liegen bei 88 kW/120 PS, 105 kW/143 PS und 125 PS/170 PS. Die Vierzylinder-Benzinmotoren kommen auf 75 kW/102 PS bis 155 kW/211 PS.

Wer auf dem Gebrauchtwagenmarkt nach einem älteren Diesel-Kombi Ausschau hält, muss laut dem Branchendienst Schwacke für einen Seat Exeo ST 2.0 TDI CR Reference von 2009 mit 88 kW/120 PS und durchschnittlich 103 400 Kilometern auf dem Zähler noch um die 10 850 Euro einplanen. Ein neuerer Kombi mit Ottomotor kostet im Falle des Exeo ST 1.8 TSI Style mit 118 kW/160 PS von 2012 noch etwa 17 150 Euro (41 350 Kilometer). Mit rund 13 500 Euro listet Schwacke den Exeo als Limousine von 2010 in der 125 kW/170 PS starken Version 2.0 TDI CR Sport (80 600 Kilometer). Ein mit 88 kW/120 PS schwächer motorisierter Exeo 1.8 TSI Reference von 2011 sollte für rund 11 800 Euro zu bekommen sein (45 200 Kilometer).

dpa

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