Verkehr

Richtungspfeile sind auch im Kreisverkehr verbindlich

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Kann verwirrend sein: Im Kreisverkehr fällt es vielen Autofahrern schwer, den Überblick zu behalten.

Karlsruhe - Im Kreisverkehr kracht es häufig. Oft wissen Autofahrer nicht, wie sie sich korrekt zu verhalten haben. So sind Richtungspfeile auf der Fahrbahn bindend, keine Empfehlung.

Auch im Kreisverkehr sind die Fahrbahnpfeile keine Empfehlungen, sondern verbindliche Anweisungen. Kommt es zu einem Unfall, weil ein Fahrer sich nicht an die Pfeile hält, trägt er die alleinige Schuld. Das teilt die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) unter Verweis auf eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) mit (Az.: VI ZR 161/13).

In dem verhandelten Fall war eine Autofahrerin in einem mehrspurigen Kreisverkehr auf einer ausgewiesenen Abbiegespur unterwegs. Ein anderer Fahrer konnte gemäß den Pfeilen in seiner Spur geradeaus fahren oder nach rechts. Als er abbog, kam es zum Unfall, weil die Frau im Kreisverkehr weiterfuhr. Der BGH entschied, dass die Frau die alleinige Schuld an dem Unfall trug, weil die Pfeile eine Fahrtrichtung verbindlich anordnen. Daher hätte die Frau nicht geradeaus fahren dürfen.

dpa

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