Tempo 30 bald in allen Wohngebieten

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In Wohngebieten soll ein Tempolimit von 30 Stundenkilometer gelten.

Ehrgeizige Ziele: Die EU möchte die Zahl der Verkehrstoten bis 2020 halbieren. Drastische Maßnahmen sind dafür geplant: In Wohngebieten soll europaweit bald nur noch Tempo 30 erlaubt sein. 

Die Abgeordneten in Brüssel haben nach eigenen Worten eine Vision "Null Tote" als langfristiges Ziel vor Augen. In einem ersten Schritt soll zwischen 2010 und 2020 die Zahl der Schwerverletzten um 40 Prozent und die der getöteten Kinder um 60 Prozent reduziert werden.

Das elektronische Alkolock-Gerät setzt die Zündung außer Kraft, wenn der Fahrer unter Alkoholeinfluss steht. 

Der Aktion-Katalog zur Verkehrssicherheit beeinhaltet 103 Maßnahmen. Zentrale Punkte sind eine europaweite Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern in Wohngebieten und die Einführung von Alkolocks. Mit den sogenannten Alkolocks könnten alkoholisierte Autofahrer, die Personen oder Waren transportieren, ausgebremst werden.

Zwar ist diese Empfehlung des Parlaments nicht rechtsverbindlich, doch sie gilt als wichtiges Element der Meinungsbildung für die EU-Kommission, die Gesetzesvorschläge ausarbeitet.

Die Abgeordneten forderten die EU-Kommission auf, einen Aktionsplan für den Zeitraum bis 2020 auszuarbeiten. Ziel ist es dabei, die Zahl der Verkehrstoten um die Hälfte zu verringern.

In den 27 EU-Ländern sterben nach Angaben des Parlaments jedes Jahr mehr als 35.000 Menschen durch Autounfälle. 1,5 Millionen Personen werden schwer verletzt, von denen viele bleibende Schäden davontragen. Die gesellschaftlichen Kosten der Straßenverkehrsunfälle werden auf jährlich 130 Milliarden Euro geschätzt.

ml/dpa

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