Akku-Brände bei Samsung: Hendricks fordert Aufklärung

+
Hendricks: "Wie viele andere will ich natürlich wissen, ob dieser offenbar gefährliche Akkutyp auch in anderen Mobilgeräten eingesetzt wird." Foto: Wolfgang Kumm

Berlin (dpa) - Nach dem weltweiten Verkaufsstopp für das neue Samsung-Smartphone Galaxy Note 7 wegen Entzündungsgefahr bei dessen Akkus fordert das Bundesumweltministerium Aufklärung: "Ich frage mich natürlich, warum diese Akkus explodieren können und wie dieses Problem jetzt dauerhaft behoben wird".

"Und wie viele andere will ich natürlich wissen, ob dieser offenbar gefährliche Akkutyp auch in anderen Mobilgeräten eingesetzt wird. Hier verlange ich Aufklärung", sagte Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD).

Medienberichte, wonach das erst vor kurzem auf den Markt gebrachte Samsung-Vorzeigemodell in einigen Fällen beim Laden explodiert oder in Flammen aufgegangen sei, hatten den Hersteller alarmiert. Nach eigenen Untersuchungen identifizierte Samsung Probleme mit der Akkuzelle. Weltweit rief das südkoreanische Unternehmen Millionen verkaufte Geräte zurück.

Hendricks kritisierte auch die Praxis verschiedener Hersteller, Batterien fest in ihren Geräten zu verbauen, sodass sie sich nicht einzeln entnehmen und austauschen lassen. "Akkus sollten frei und leicht entnehmbar sein - und zwar von jedermann und jederfrau, nicht nur von Fachleuten. Dann lassen sich Sicherheitsprobleme schnell lösen, und das Gerät kann lange benutzt werden."

Kommentare