Universität

Angebote gegen Stress sind der Renner bei Studenten

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Studentenwerke verschaffen Abhilfe bei Stress an der Uni - das kommt bei den Studierenden gut an.

Hannover - An vielen Unis beginnt am Montag wieder der Vorlesungs-Alltag und damit auch der Zeit- und Leistungsdruck für die Studenten. Die Studentenwerke in Niedersachsen bieten Hilfe - und die kommt gut an.

Die Hausarbeit wird nicht fertig, der Gedanke an das Referat löst Panik aus, und in der neuen Stadt Freunde zu finden will auch nicht gelingen: Es können ganz unterschiedliche Probleme sein, die Studenten belasten und im schlimmsten Fall sogar krank machen. Die niedersächsischen Studentenwerke wollen helfen und machen zum Semesterstart wieder vielfältige Angebote gegen den Stress, von progressiver Muskelentspannung bis Zeitmanagement. Bei den Studenten sind die Kurse der Renner, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab.

„Besonders beliebt sind autogenes Training und der Zeitmanagement-Kurs“, berichtete Katja Urbanski von der Psychosozialen Beratungsstelle in Göttingen. Aber alle Angebote seien gefragt. Neu sei im Wintersemester die „Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion“. Die Methode soll Stress, Ängste und Anspannung lindern, indem Körper und Atem besonders bewusst wahrgenommen werden.

Lange Wartelisten gebe es in Oldenburg beim Kurs „Sicheres Auftreten“, erzählte Marianne Prinz-Stäb, die für das Oldenburger Studentenwerk in der Psychosozialen Beratung arbeitet. In der Mittagspause könnten sich Studenten dort in diesem Semester erstmals zwischen ganz ruhiger und dynamischer Entspannung entscheiden.

Bereits zum zweiten Mal bieten sie und ihre Kollegen Hilfe dabei an, Anschluss an andere zu finden. „Wir haben gemerkt, wie viel Isolation es bei den Studenten gibt, zum Beispiel vor dem Computer“, sagte Prinz-Stäb. Auch in Hannover will die Psychologisch-Therapeutische Beratung für Studierende in Einzel- und Gruppengesprächen Schüchternen helfen.

Zeit- und Lernmanagement seien in Osnabrück besonders gefragt, sagte Thomas Müller von der Psychosozialen Beratung des dortigen Studentenwerks. Ausgebucht seien aber in der Regel fast alle Kurse. Hilfe bei der Studienorganisation bietet auch die Psychotherapeutische Beratungsstelle in Braunschweig: Wer Hilfe braucht, geht mit einem bestimmten Projekt hin und kann sich in der Gruppe begleiten lassen, bis es geschafft ist - „auch während der Semesterferien“, sagte Sozialpädagogin Andrea Koch.

An vielen Studienorten soll außerdem einem besonders belastenden Stress-Faktor vorgebeugt werden: Problemen in der Beziehung. Die können zum Beispiel auftauchen, wenn man wegen des Studiums in verschiedenen Städten wohnen muss. „Das war in den Beratungen immer wieder ein Thema, da dachten wir, das kann man ja auch mal im Austausch mit anderen besprechen“, erzählte Marianne Prinz-Stäb aus Oldenburg. Deswegen gibt es dort jetzt eine Gruppe „Liebe auf Distanz.“

dpa

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