Risikofaktor

Babys von Raucherinnen haben geringeres Geburtsgewicht

Stockholm - Rauchen ist schädlich, das ist allgemein bekannt. Vor allem wirkt sich der Zigarettenkonsum negativ auf die Entwicklung eines Babys im Mutterleib aus. Untergewicht ist die verbreitetste Folge – aber auch bleibende Schäden sind möglich.

Rauchen während der Schwangerschaft kann zu einem geringerem Geburtsgewicht, einer Frühgeburt und Hirnschäden von Babys führen. Allerdings kann eine Raucherin das erhöhte Risiko ausschalten, wenn sie in der Frühphase der Schwangerschaft bereits damit aufhört. Das berichteten britische Forscher am Mittwoch auf dem Kongress des Verbandes für Fortpflanzungsmedizin und Embryologie (ESHRE) in Stockholm.

Für die vorgelegten Studie hatte das Team um Nick Macklon Daten von 50.000 Schwangerschaften an der Universität Southampton von 2002 bis 2010 untersucht.

Frauen, die unmittelbar vor Beginn oder kurz nach Bestätigung der Schwangerschaft das Rauchen eingestellt hatten, gebaren im Vergleich zu Raucherinnen deutlich schwerere Babys. Nach Angaben Macklons kamen Babys aus dieser Gruppe auch nach derselben Schwangerschaftsdauer und mit demselben Kopfumfang zur Welt wie Neugeborene von Müttern, die nie geraucht hatten.

Langzeitfolgen können gravierend sein

Die Studie liefert nach Ansicht Macklons Paaren harte Beweise dafür, dass es ihrem Baby zu Gute komme, wenn das Rauchen spätestens in der Frühphase einer Schwangerschaft eingestellt werde.

Macklon zufolge ist ein niedriges Gewicht Neugeborener „der am weitesten verbreitete negative Effekt“, wenn Frauen während einer Schwangerschaft weiter rauchen. Er warnte aber vor der Haltung mancher angehender Mütter, dass kleinere Babys eine leichtere Geburt bedeuten und wies auf Langzeitfolgen hin: „Rauchen während der Schwangerschaft ist nicht nur schlecht für die Mutter und das Baby, sondern auch für den späteren Erwachsenen.“

jhe/dpa

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