Bericht: Firefox-Entwickler kann bei Yahoo-Verkauf viel Geld zustehen

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Yahoo-Chefin Marissa Mayer setzte auf den Firefox-Deal, um mehr Nutzer auf die Yahoo-Suchmaschine zu leiten und so das Geschäft in Schwung zu bringen. Foto: Laurent Gillieron

Sunnyvale (dpa) - Ein Käufer des Internet-Konzerns Yahoo muss laut einem Medienbericht zusätzlich zum Übernahmepreis noch eine mögliche Milliarden-Zahlung an den Firefox-Entwickler Mozilla einplanen.

Der Deal, mit dem Yahoo sich den Platz als Standard-Anbieter von Internet-Suche in dem Web-Browser in den USA sicherte, sehe eine teure Ausstiegs-Klausel vor, schrieb das Technologieblag Recode am späten Donnerstag. Wenn die Mozilla Stiftung den neuen Yahoo-Besitzer nicht akzeptieren wolle und die Vereinbarung aufkündige, stünden dem Browser-Entwickler 375 Millionen Dollar jährlich bis einschließlich 2019 zu, hieß es unter Berufung auf den Vertragstext.

Yahoo war Ende 2014 sehr erpicht darauf, Google als Standard-Suchmaschine im Firefox abzulösen. Mozilla bekommt Geld dafür, dass Nutzer zu der Websuche weitergeleitet werden. Das ist die zentrale Erlösquelle des Firefox-Entwicklers.

Yahoo-Chefin Marissa Mayer, die von Google kam, wollte den Internet-Pionier unbedingt ins Geschäft mit der Websuche zurückbringen. Ihre Vorgänger hatten die Entwicklung eigener Suchmaschinen-Technologie eingestellt. Mayer setzte auf den Firefox-Deal, um mehr Nutzer auf die Yahoo-Suchmaschine zu leiten und so das Geschäft in Schwung zu bringen.

Yahoo hatte sich zum Verkauf gestellt, nachdem es nicht gelang, die Beteiligung an der chinesischen Handelsplattform Alibaba steuerfrei für die Aktionäre abzuspalten. Nun soll das Kerngeschäft ausgelagert werden. Laut einem Medienbericht gab es für das Web-Geschäft mehrere Gebote in Höhe von fünf Milliarden Dollar und mehr. Als aussichtsreichster Anwärter gilt der Telekommunikations- und Medienriese Verizon, der aber keine Erfahrungen mit Suchmaschinen-Technologie hat.

Bericht von "Recode"

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