Kinderklinik

Bult wird Anlaufstelle für Hauterkrankungen

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Seit Anfang dieses Jahres neuer Leitender Arzt der pädiatrischen ­Dermatologie und Allergologie: Privatdozent Hagen Ott.

Hannover - Das Kinderkrankenhaus Auf der Bult hat einen neuen Fachbereich eingerichtet, in dem künftig Kinder und Jugendliche mit Allergien und Hauterkrankungen therapiert werden. In Zusammenarbeit mit niedergelassenen Haut- und Kinderärzten sollen Kinder mit chronischen, schweren oder unklaren Hauterkrankungen Hilfe erhalten.

„Wir haben hier im Kinderkrankenhaus die einzigartige Möglichkeit, uns in einem interdisziplinären Team mit Kinderärzten, Kinderchirurgen, spezialisierten Kinderkrankenschwestern, Ernährungsberatern, Schmerz- und Wundexperten um die kleinen Patienten zu kümmern“, sagt Privatdozent Hagen Ott. Er ist seit Anfang dieses Jahres neuer Leitender Arzt der pädiatrischen ­Dermatologie und Allergologie.

Zum Spektrum kindlicher Hauterkrankungen zählen etwa schwere Fälle von Blutschwämmchen, Schuppenflechte, Neurodermitis, Autoimmunkrankheiten der Haut, Riesen-Muttermale und Gefäßfehlbildungen. All diese Erkrankungen, aber auch seltene, genetisch bedingte Krankheiten, wie die Epidermolysis bullosa bei sogenannten Schmetterlingskindern, können jetzt auch Auf der Bult behandelt werden. Betroffene Kinder werden deshalb so bezeichnet, weil ihre Haut so empfindlich ist wie die eines Schmetterlings. Das Kinderkrankenhaus ist neben dem katholischen Wilhelmstift in Hamburg die einzige Kinderklinik bundesweit, die sich auf die ambulante, stationäre und tagesklinische Behandlung von Kindern mit Hauterkrankungen und Allergien spezialisiert hat.

„Gerade bei chronischen und schweren Krankheitsverläufen ist für uns eine enge Kooperation mit niedergelassenen Kollegen unverzichtbar“, sagt Ott. Nur so ließen sich nicht erforderliche und kostspielige Doppeluntersuchungen sowie unnötige Wartezeiten vor Behandlungsbeginn vermeiden. Neben der Versorgung und Therapie der jungen Patienten sollen deren Eltern intensiv informiert, geschult und angeleitet werden, mit den Erkrankungen umzugehen. „Eine chronische Neurodermitis etwa kann das ganze Leben eines jungen Menschen und seiner Familie beeinflussen“, sagt Ott. Schule, Freizeit, Ferienziele und Ernährung müssten nicht selten danach ausgerichtet werden.

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