Wetterstudie

Extreme Niederschläge: Regenperioden werden stärker

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Foto: Die Niederschlagsmengen in Feucht- und in Trockenzeiten weichen immer stärker von einander ab. Das bedeutet, dass es in Trockenzeiten immer trockener, in Feuchtperioden immer feuchter geworden ist, berichten Forscher aus Taiwan und den USA.

London - Die Niederschlagsmengen in Feucht- und in Trockenzeiten weichen immer mehr von einander ab. Das bedeutet, dass es in Trockenzeiten immer trockener, in Feuchtperioden immer feuchter geworden ist, berichten Forscher aus Taiwan und den USA im Fachblatt „Nature Geoscience“.

Dies könne extreme Wetterbedingungen, wie Dürren oder Hochwasserlagen verschlimmern, selbst wenn sich die Niederschlagsmenge im jährlichen Mittel nicht gravierend verändere.

Die Wissenschaftler um Chia Chou von der Academia Sinica (Taipei/Taiwan) hatten verschiedene regionale und globale Daten zu den jahreszeitlichen Niederschlagsmengen von 1979 bis 2010 ausgewertet. Sie fanden, dass die Spannweite der Niederschlagsmengen global immer größer geworden ist, vor allem deshalb, weil in den Feuchtperioden mehr Niederschläge gefallen sind. Eine größere Trockenheit in Trockenzeiten sei vor allem regional zu beobachten.

Es ist unter Klimawissenschaftlern weitgehend anerkannt, dass infolge des Klimawandels feuchte Regionen noch feuchter und trockene noch trockener werden. Die Untersuchung von Chou zeigt nun, dass dieser Effekt nicht nur auf Regionen, sondern auch auf jahreszeitliche Schwankungen zutrifft.

dpa

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