Studie

Fernsehen bei Meinungsbildung weiter vorn

München - Das Fernsehen hat als meinungsbildendes Medium einer Studie zufolge in Deutschland noch immer das größte Gewicht, gefolgt von Zeitungen, Radio und dem Internet.

Wie die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) in einer zum zweiten Mal angelegten Studie von TNS Infratest ermitteln ließ, „kommt dem Fernsehen mit einem Anteil von rund 40 Prozent nach wie vor das größte Gewicht für die Information und Meinungsbildung der Mediennutzer zu“.

Bei den Tageszeitungen gab es im Vergleich zur ersten Studie im Jahr 2009 einen Bedeutungsrückgang um 4 Prozentpunkte auf noch 22 Prozent. Das Radio wuchs in der Bedeutung von 17 auf 18 Prozent. Einen Sprung von 4 Prozentpunkten auf 17 Prozent machte das Internet als Meinungsbildner. Dabei wird es nach Detailauswertung auch für die über 50-Jährigen zunehmend wichtiger - von 16 auf 24 Prozent dieser Altersgruppe. Zeitschriften komme ein Gewicht von 3 Prozent zu.

TNS Infratest hat laut BLM im Frühjahr 3076 Menschen ab 14 Jahren in deutschen Privathaushalten zur Ermittlung der Relevanz der Medien für die Meinungsbildung befragt. Demnach sei aus den informierenden Tagesreichweiten und der empfundenen Wichtigkeit der Medien dieses sogenannte Meinungsbildungsgewicht in Prozenten ermittelt worden.

dpa

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