Implantate

Frankreich kündigt Entscheidung über Silikon-Einlagen an

+
Französische Gesundheitsbehörden wollen nach einer Klagewelle gegen Billig-Silikon-Implantate am Freitag über die Folgen entscheiden.

Paris/London - Französische Gesundheitsbehörden wollen nach einer Klagewelle gegen Billig-Silikon-Implantate am Freitag über die Folgen entscheiden. Im Raum steht eine mögliche Empfehlung an 30 000 betroffene Frauen, ihre Silikonkissen vorsorglich wieder herausoperieren zu lassen.

Der Grund sind acht Fälle von Krebserkrankungen bei Frauen, deren Implantate gerissen waren und sich durch den Körper verbreiteten. Allerdings ist nach Angaben des französischen Gesundheitsministeriums bislang kein ursächlicher Zusammenhang zwischen den minderwertigen Implantaten des französischen Herstellers PIP und den Krebserkrankungen nachgewiesen.

Mehr als 2000 Frauen haben seit März 2010 in Frankreich gegen die PIP-Implantate vor Gericht geklagt. Auch in Großbritannien sind mehr als 250 Frauen mit PIP-Einlagen gegen Krankenhäuser und Ärzte vor Gericht gezogen. Das Unternehmen ist 2010 in Konkurs gegangen.

frx/dpa

Kommentare