Neues Forschungsergebnis

Die Grünalge ist der beste Freund des Salamanders

- Forscher aus Kanada haben herausgefunden, dass Grünalgen sich in die Zellen junger Salamander einnisten. Das sei jedoch nichts Schlimmes, so die Forscher, da Algen und Salamander von dieser Symbiose gleichermaßen profitierten. Die kleine Pflanze sorge nämlich dafür, dass der Salamander mit mehr frischem Sauerstoff versorgt wird.

Fleckensalamander werden in frühen Embryonalstadien von Grünalgen befallen. Die Algen dringen in Zellen und Gewebe der Tiere ein, wie kanadische Wissenschaftler berichten. Allerdings geschieht dies zum beiderseitigen Vorteil: Die Algen ernähren sich von den stickstoffhaltigen Abfallstoffen der Amphibien, während diese von dem durch die Algen erhöhten Sauerstoffgehalt profitieren. Dies schreiben die Biologen in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS).

Eine Endosymbiose - also eine Lebensgemeinschaft, bei der ein Partner innerhalb des anderen lebt - sei zwischen Algen und Wirbeltieren bisher nicht nachgewiesen, schreiben die Forscher. Die enge Beziehung zwischen den Grünalgen „Oophila amblystomatis“ und den auch Flecken-Querzahnmolchen genannten Salamandern (Ambystoma maculatum) war zwar bereits vor 120 Jahren entdeckt worden. Experten gingen bisher jedoch davon aus, dass die Algen lediglich in direkter räumlicher Nähe zu den sich entwickelnden Embryonen leben.

Nun fanden die Forscher um Ryan Kerney von der Dalhousie University in Halifax (Kanada) heraus, dass die Algen tatsächlich auch in die Zellen der Embryonen eindringen. Mit Hilfe von bildgebenden Verfahren und DNA-Untersuchungen wiesen sie die Algen von einem bestimmten Embryonalstadium an innerhalb der Embryo-Zellen nach.

dpa

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