Tiere

„Hobbit“ Namensgeber für neue Spinnenart

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Gestatten: Ctenus monaghani.

Frankfurt/Main - Für eine neu entdeckte Spinne in Laos hat das Senckenberg Forschungsinstitut einen prominenten Namensgeber ausgewählt: den britischen Schauspieler Dominic Monaghan. Er ist dem Kinopublikum bekannt als Hobbit Meriadoc Brandybock aus „Der Herr der Ringe“.

Das Krabbeltier heißt nun offiziell Ctenus monaghani - und ehrt den Einsatz des Schauspielers für die Natur. Der in Berlin geborene Monaghan moderiert die BBC-Sendung „Wild Things“.

Er habe in Laos „Spinnen eingesammelt, die sich bei einer späteren Untersuchung in Deutschland als neuartig erwiesen haben“, sagte Peter Jäger vom Forschungsinstitut am Montag in Frankfurt. SeinFund gehöre zur Gattung der Wanderspinnen und könne bis zu dreiZentimeter groß werden. „Die Spinne ist nachtaktiv, ungefährlich und durchstreift den Urwaldboden, um ihre Beute ohne Netz zu fangen“, sagte der Experte.

Offiziell gibt es rund 44.000 Spinnenarten, Forscher gehen aber von der zehnfachen Menge aus. Jedes Jahr kommen weltweit etwa 500 neue Arten dazu. Die in Laos entdeckte Spinnen-Art ist in der Fachzeitschrift „Zootaxa“ beschrieben.

Wer eine neue Spezies als erster beschreibt, darf ihr einen Namen geben, teilte die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt mit. Die Zugehörigkeit zu einer Gattung ergebe sich zwingend aus den körperlichen Merkmalen des Tieres, der Artname – das zweite Wort des Namens – dagegen ist weitgehend frei wählbar.

dpa

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