Indische Regierung öffnet Weg für Apple-Läden

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Bei einem Besuch in Neu-Delhi im vergangenem Monat traf Apple-Chef Tim Cook (links) den Indischen Premierminister Narendra Modi. Foto: Government Of India/Handout

Neu Delhi (dpa) - Eine Grundsatzentscheidung des indischen Regierungskabinetts gibt Apple die Möglichkeit, doch noch eigene Läden im Land zu eröffnen. Am Montag teilte das Büro von Premierminister Narendra Modi mit, dass eine Zulieferer-Regelung, die Apple zuvor ausgebremst hatte, in Zukunft erst nach drei Jahren Präsenz im Land gilt.

Erst kurz zuvor war Apple mit einem Antrag gescheitert, von dieser Regelung ausgenommen zu werden. In Indien dürfen ausländische Firmen nur unter bestimmten Voraussetzungen ein eigenes Verkaufsnetz aufbauen, das ihnen zu hundert Prozent gehört. So dürfen dort nur Produkte einer einzigen Marke verkauft werden, und mindestens 30 Prozent der Waren oder ihrer Komponenten müssen in Indien hergestellt worden sein. Apple erfüllt diese Kriterien nicht, weil es zurzeit nicht in Indien produziert.

Mit der nun angekündigten Neuregelung wäre Apple zumindest für die ersten drei Jahre im Land von dieser Verpflichtung nicht betroffen. Apple hat zwar bisher einen relativ niedrigen Anteil am indischen Smartphone-Markt, wächst aber stark. Im ersten Quartal 2016 stieg der Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 56 Prozent.

Pressemitteilung zur Neuregelung

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