Eilverfahren vor Gericht

Internetanbieter wollen Telekom-Vectoring-Ausbau stoppen

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Eine visuelle Darstellung der Vectoring-Technologie auf der CeBIT Messe in Hannover. Foto: Friso Gentsch/Archivbild

Oldenburg (dpa) - Der Streit zwischen der Telekom und ihren Wettbewerbern um den Ausbau schneller Internetverbindungen geht in eine neue Runde.

Das Oldenburger Versorger EWE will in der kommenden Woche ein Eilverfahren beim Verwaltungsgericht Köln beantragen, um den sogenannten Vectoring-Ausbau der Telekom zu stoppen. Mit dieser Technik können in herkömmlichen Kupferkabel-Leitungen Download-Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde erreicht werden.

Aus technischen Gründen kann das im Nahbereich um einen Hauptverteiler aktuell aber nur ein Anbieter umsetzen. Nach aktuellem Stand dürfte dabei in vielen Fällen die Telekom den Zuschlag erhalten. Die Wettbewerber fühlen sich dadurch benachteiligt. "Wenn die Bundesregierung so viele Menschen wie möglich mit schnellem Internet versorgen lassen will, dann muss sie auch Wettbewerb zulassen und unser Angebot berücksichtigen", sagte der EWE-Vorstandsvorsitzende Matthias Brückmann am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Mit dem Eilverfahren wollen EWE sowie mindestens 15 weitere Unternehmen nun verhindern, dass die Telekom mit dem Vectoring-Ausbau weitermacht, bevor über die eigentliche Klage entschieden wurde. Die habe EWE bereits Anfang September eingereicht, sagte Brückmann.

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