Klima

Januar war trotz Kältewelle zu warm

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Warmer Beginn, am Ende klirrend kalt – der Januar war ein Monat der Extreme.

Offenbach - Mit sibirischer Kälte verabschiedet sich der Januar - aber unter dem Strich war der Monat in Deutschland viel zu warm. Nach der Auswertung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) lag die Durchschnittstemperatur um 2,4 Grad über dem langjährigen Mittelwert.

Auf den wärmsten Neujahrstag seit 1877 folgten zwei Orkane, dann wurde es winterlicher und zum Schluss klirrend kalt. Der ungewöhnlich milde Jahresbeginn weckte die Natur vorzeitig aus der Winterpause, die Haselblüte begann viel früher als sonst, vielerorts blühten Schneeglöckchen oder sogar Krokusse auf. Am wärmsten war es am Neujahrstag mit 14,9 Grad in Köln, wie der DWD am Montag in Offenbach berichtete.

Niederschläge - ob als Regen oder Schnee - gab es überreichlich: Rund 102 Liter fielen im Schnitt pro Quadratmeter, 67 Prozent mehr als sonst im Januar. Vor allem die Orkane „Ulli“ und „Andrea“ in der ersten Januarwoche brachten reichlich Nass von oben, so dass auf mehreren Flüssen wegen Hochwassers die Schifffahrt eingestellt wurde. Im Alpenraum kam das Ganze als Schnee herunter. Am 25. meldete die Zugspitze mit fünf Metern die höchste Schneehöhe seit 30 Jahren.

dpa

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