Brustkrebsvorsorge

Der „Jolie-Effekt“

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Angelina Jolie hat sich aus Angst vor Krebs beide Brüste abnehmen und rekonstruieren lassen – und damit viele Frauen für die Krankheit sensibilisiert.

Heidelberg - Die vorsorgliche Brustamputation der US-Schauspielerin Angelina Jolie hat viele Frauen für das Thema erblicher Brustkrebs sensibilisiert. Seit Jolies Schritt in die Öffentlichkeit seien die Anfragen zu dem Thema angestiegen.

Dies sagte die Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg, Susanne Weg-Remers, der Nachrichtenagentur dpa. „Dramatisch ist die Zunahme aber nicht.“

Angelina Jolie hatte sich aus Angst vor Krebs beide Brüste abnehmen und rekonstruieren lassen. Sie habe einen Gendefekt und sei deshalb anfällig für eine Erkrankung, hatte die Oscar-Preisträgerin Mitte Mai erklärt. Jolies Mutter war 2007 mit 56 Jahren an Krebs gestorben.

Die Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes gingen mit den Anruferinnen eine Checkliste durch, mit der sich abschätzen lasse, wie hoch das Erkrankungsrisiko sein könnte, sagte Weg-Remers. Dann werde der Anruferin gegebenenfalls ein in ihrer Nähe gelegenes Kompetenzzentrum empfohlen. Der Informationsdienst bekommt jährlich etwa 30 000 Anfragen zum Thema Krebs, den größten Teil per Telefon.

dpa

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