Raumfähre Atlantis

Letzer Shuttle-Flug startet am 8. Juli

- Bevor die Nasa die Ära der Spaceshuttles endgültig beendet, soll die Raumfähre "Atlantis" noch einmal in den Orbit starten. Geht es nach Plan hebt die "Atlantis" am 8. Juli zum letzten Mal ab.

Jetzt ist es amtlich: Der endgültig letzte Flug eines US-Space-Shuttle soll am 8. Juli beginnen. Geht weiter alles nach Plan, werde die Raumfähre „Atlantis“ um 17.26 Uhr deutscher Zeit vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida abheben, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Dienstag (Ortszeit) mit. Bisher gibt es keinerlei technische Probleme, die eine Verschiebung der Abschiedsreise zur Internationalen Raumstation ISS wahrscheinlich machen, lautete das Ergebnis einer umfassenden technischen Prüfung.

Die Mission mit vier Astronauten an Bord soll zwölf Tage dauern. Als Datum für die letzte Shuttle-Landung in der Geschichte der Raumfahrt wird der 20. Juli angepeilt - genau 42 Jahre, nachdem der erste Mensch seinen Fuß auf den Mond setzte. Allerdings hoffen die Nasa-Verantwortlichen, den Flug auf 13 Tage ausdehnen zu können. Ob das möglich ist, hängt allein davon ab, ob die „Atlantis“ gegen Ende der Reise noch genügend Strom übrig hat.

Der 135. Weltraumflug des 30 Jahre alten Shuttle-Programms wird nach Angaben der Nasa keine gemütliche Ehrenrunde sein. „Dieser Flug ist unglaublich wichtig für die ISS“, sagte Nasa-Manager Bill Gerstenmeier. Der Orbiter soll einen weiteren Jahresvorrat an Lebensmitteln, Kleidung und Ersatzteilen für die Station an Bord haben. Die tonnenschwere Ware muss eilig ausgepackt werden, bevor der Shuttle wieder zurück zur Erde muss. Künftig sollen russische „Sojus“-Kapseln die bemannten ISS-Reisen übernehmen.

Der letzte Shuttle-Flug erregt noch einmal große Aufmerksamkeit. Die Tourismuszentrale in Florida rechnet mit rund einer Million Besucher in der Region rund um den Weltraumbahnhof. Hotels sind weitgehend ausgebucht, Tickets für das Kennedy-Space-Center werden im Internet für Tausende Dollar versteigert.

Bei der Nasa mache sich angesichts des Abschiedes zunehmend Wehmut breit, sagte der für den Start zuständige Direktor Michael Leinbach:„Die Stimmung wird mehr und mehr düster wenn man bei uns die Gänge entlang geht. Es sind nun nur noch Wochen, nicht mehr Jahre.

ow/dpa

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