Liebesbetrug im Internet weiter stark verbreitet

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Die Betrüger legen sich dort falsche Profile an, kontaktieren ihre Opfer und machen ihnen Avancen. Foto: Franziska Gabbert/Symbolbild

Berlin (dpa) - Auch Jahre nach Bekanntwerden einer neuen Kriminalitätsmasche im Internet bleiben sogenannte Liebesbetrüger auf Dating-Portalen und in sozialen Netzwerken ein Problem.

Die Betrüger legen sich dort falsche Profile an, kontaktieren ihre Opfer und machen ihnen Avancen - in der Absicht, sie zu Geldzahlungen zu bewegen. "Die Täter richten ihre Ansprache oft auf gut situierte Frauen aus, häufig eher 50plus", teilt beispielsweise die Dating-Plattform ElitePartner in Hamburg mit.

Nach Beobachtung der Betreiber sind Betrugsfälle allerdings "Einzelphänomene". Bundesweite Zahlen der Polizei sind zu dem Thema nicht verfügbar.

Nach Einschätzung eines Experten vom Landeskriminalamt Berlin handelt es sich bei der Betrugsmasche um ein andauerndes Phänomen. "Seit ungefähr fünf Jahren ist diese Begehungsweise deutlich wahrnehmbar", sagte Kriminalhauptkommissar Dirk Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur.

Jährlich würden in Berlin etwa 70 bis 80 derartige Fälle angezeigt. Die Dunkelziffer sei hoch, weil viele Opfer nicht zur Polizei gingen.

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