Riesenschildkröte

„Lonesome George“ starb an Herzversagen

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Foto: „Lonesome George“ starb wie sich jetzt herausstellte an Herzversagen. Die Riesenschildkröte wurde über 100 Jahre alt.

Quito - Riesenschildkröte „Lonesome George“ war einfach zu alt. Das einsame Tier starb an einem Infarkt. Jetzt soll eine andere Schildkröte namens „Diego“ auf der Galápagos-Inselgruppe zur Attraktion werden.

Die über 100 Jahre alte Galápagos-Riesenschildkröte „Lonesome George“ ist an Herzversagen gestorben. Das teilten am Dienstag (Ortszeit) die Behörden des Galápagos-Naturparks mit. Der letzte Vertreter seiner Unterart war am Sonntag tot in seinem Gehege gefunden worden. Die Untersuchung des altersschwachen Tieres habe keine weiteren Anomalien aufgewiesen. Mit dem „einsamen George“ ist die Unterart Chelonoidis abingdoni ausgestorben.

Das wohl einsamste Tier der Welt soll nun ausgestopft und in einem neuen Informationszentrum des Naturparks ausgestellt werden. Über Facebook und Twitter werden aus aller Welt Fotos des Tieres gesammelt, die besten sollen gezeigt werden.

Mehrere Versuche, Nachwuchs für „Lonesome George“ durch Paarung mit Weibchen verwandter Unterarten zu bekommen, waren gescheitert. Das urtümliche Reptil wurde auf der nördlichen Insel Pinta geboren und lebte seit 1972 auf der Forschungsstation der Insel Santa Cruz. Die Galápagos-Inselgruppe im Pazifik liegt etwa 1000 Kilometer vor der Küste Südamerikas und gehört zu Ecuador.

Nach dem Tod des Panzertiers soll nun „Diego“, ein Exemplar der Unterart Chelonoidis hoodensis, zur neuer Hauptattraktion des Naturparks werden. „Diego“ hat seit seiner Aufnahme in der Forschungsstation 1977 insgesamt 1700 Nachfahren gezeugt, berichtete am Mittwoch die Zeitung „El Comercio“ in Quito. In den 60er Jahren wurden zeitweise nur 15 Exemplare seiner Unterart gezählt.

Wie alt „George“ exakt wurde, ist unbekannt. Experten gehen davon aus, dass die Schildkröte mit dem langen Hals und dem dunklen, etwa einen Meter großen Panzer vor mehr als 100 Jahren geboren wurde.

Wärter Fausto Llerena hatte das Tier tot vor seinem Trinknapf gefunden. Auf einer Pressekonferenz erschien Llerena mit einer schwarzen Trauerschleife am Hemd. Jahrzehntelang hatte er täglich im Park Blätter für das Reptil gepflückt. Es reckte seinen Hals fast bis auf Kopfhöhe des Wärters, um an seine Lieblingsspeise zu kommen.

dpa

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