Fakten und Kurioses zum Weltvegetariertag

Manche mögen's fleischlos

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Foto: Einmal vegetarisch für alle, bitte. Am 1. Oktober ist Weltvegetariertag.

- Mit ihrem wöchentlichen „Veggie Day“ für Kantinen landeten die Grünen vor der Bundestagswahl einen echten Flop. Über die Beliebtheit der vegetarischen Küche sagt das dennoch nichts aus. Die zum heutigen Weltvegetariertag veröffentlichen Statistiken sind sogar ausgesprochen positiv.

Die Zahlen

Laut Vegetarierbund (VEBU) leben mittlerweile rund sieben Millionen Vegetarier in Deutschland – Tendenz steigend. Weltweit soll es sogar eine Milliarde fleischlos lebende Menschen geben, davon allein 350 Millionen in Indien.

Wandel in der Gastronomie

Auch in der Gastronomie nimmt das Angebot an vegetarischen und veganen Speisen zu, wie ein Sprecher des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands erklärt: „Von der Sterneküche bis zum Betriebsrestaurant.“ Vor allem Jüngere schwören auf die laut Studien gesunde, fleischlose Kost. In Berlin hat das Studentenwerk eine spezielle Mensa eröffnet, in der ausschließlich vegetarisch und vegan gekocht wird. Selbst beim Oktoberfest gibt es in diesem Jahr fleischlose Angebote: Im Herzkasperlzelt auf der Oidn Wiesn werden Sojamedaillons in Rahmsoße und vegane Kässpätzle serviert.

Wer lebt vegetarisch?

Der typische Vegetarier ist gebildet, weiblich, jung und lebt in einer Großstadt, wie die Vegetarierstudie der Friedrich-Schiller-Universität Jena enthüllt. Auf der Liste der prominenten Vegetarier im Info-Portal „Vegetarisch leben“ finden sich aber auch auffallend viele Schauspieler und Sänger von Avril Lavigne, Dustin Hoffman, Richard Gere und Brad Pitt über Leonard Cohen bis zu Lenny Kravitz und Alt-Beatle Ringo Starr. Die Tierschutzorganisation Peta kürt sogar alljährlich den sexiesten Vegetarier. 2013 gewann die US-Schauspielerin Kristen Bell.

Welche Folgen hat der Verzicht?

Mit ihrem Fleischverzicht schonen Vegetarier auch Umwelt und Klima. Um ein Kilogramm Rindfleisch zu produzieren, werden laut VEBU 15 500 Liter Wasser benötigt. Wer umsteigen will, bekommt beim Vegetarierbund Hilfe. Unsichere finden dort auch einen „Veggie Buddy“ als Ansprechpartner für Einkauf und Kochrezepte.

(mit: dpa)

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