Medien- und Werbeindustrie scheitert gegen Streaming-Portale

Berlin (dpa) - Eine gemeinsame Initiative der Medien- und Werbeindustrie gegen Werbung auf illegalen Online-Portalen ist vorerst gescheitert.

Das Bundeskartellamt habe Bedenken gegen die branchenübergreifende Aktion, mit der Werbung bei illegalen Download- und Streaming-Angeboten gestoppt werden sollte, teilte der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft mit.

Auf einer Liste sollten einschlägige Portale aufgeführt werden, die gegen das Urheberrecht verstoßen. An der Initiative beteiligte sich auch der Private Rundfunkverband VPRT.

Das Bundeskartellamt habe signalisiert, dass eine aktive Beteiligung der Werbewirtschaft an dem Projekt gegen das Kartellrecht verstoßen könnte. Ohne die Werbetreibenden werde es aber keine branchenübergreifende Lösung geben, erklärte ZAW-Geschäftsführer Bernd Nauen. Nun wolle man mit der Politik über die notwendigen Rahmenbedingungen für eine solche Liste diskutieren.

ZAW-Mitteilung

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