Brustkrebs-Screening

Mehr Frauen können ihre Brust behalten

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70.000 Frauen erkranken jährlich an Brustkrebs. Das Mammografie-Screening soll die Heilungschancen erhöhen.

Berlin - Das Mammografie-Screening in Deutschland trägt weiterdazu bei, dass mehr Frauen mit Brustkrebs ihre Brust behalten könnenund bessere Heilungschancen haben. Insgesamt wurden rund 2,7 Millionen Frauen gescreent, bei rund 17.000 fand sichBrustkrebs.

Denn beim Screening wurden erneut mehr Tumore im Frühstadium entdeckt alsvor dem bundesweiten Start der Reihenuntersuchung im Jahr 2009,heißt es im neuen Jahresbericht derKooperationsgemeinschaft Mammographie für das Jahr 2011.Damit biete sich für viele Teilnehmerinnen der systematischenRöntgenuntersuchung der Brust die Chance auf eine weniger aggressive und erfolgreiche Behandlung.

Bei 6 von 1000 untersuchten Frauen haben Ärzte nach dem jüngsten Bericht für 2011 beim Screening Brustkrebs entdeckt,vor dem Start des Programms waren es 2 bis 3 Frauen. 80 Prozent der nun diagnostizierten Karzinome waren laut Bericht kleiner als zwei Zentimeter. Vor dem Screeningsei das nur bei rund der Hälfte der Tumore der Fall gewesen. Rund 80 Prozent der bösartigen Gewebeveränderungen hatten auch noch nicht die Lymphknoten befallen. Vor der freiwilligen Früherkennungsuntersuchung für Frauen zwischen 50 und 69 traf das auf 57 Prozent der Patientinnen zu. Wenn Brustkrebs noch nicht im Körper gestreut hat, erhöhen sich die Heilungschancen ebenfalls.

Insgesamt wurden 2011 rund 2,7 Millionen Frauen gescreent, bei rund 17.000 fand sichBrustkrebs. Pro Jahr sterben in Deutschland etwa 17.500 an Brustkrebs, rund 70.000 erkranken jedes Jahr neu. Kritiker des Screenings verweisen auch auf Nachteile der Untersuchungen wie etwa viele mögliche falsch-positive Befunde oder Übertherapien.

dpa

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