Hirnhautentzündung

Meningitiswelle in den USA schwächt sich ab

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Die Krankheitswelle in den USA wurde von einem Medikament ausgelöst, das mit dem Pilz fungus Exserohilum rostratum verunrenigt war.

Washington - Fast 40 Menschen sind bislang durch ein verunreinigtes Medikament gestorben, das in den USA eine Meningitiswelle ausgelöst hat. Insgesamt sind aber weniger Todesfälle aufgetreten als befürchtet.

Die seit Monaten in den USA grassierende Meningitiswelle hat bislang 37 Menschenleben gefordert. Ursache ist nach bisherigen Erkenntnissen ein verunreinigtes Medikament. 590 Personen in 19 Bundesstaaten seien erkrankt, wie die US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) in Atlanta mitteilte.Bei den Patienten traten vor allem durch Pilze verursachte Hirnhautentzündungen auf, aber zum Beispiel auch Schlaganfälle.

Insgesamt hat sich die Meningitiswelle jedoch deutlich verlangsamt und weniger Opfer gefunden als lange befürchtet. Im Spätsommer hatten die Experten noch 200 Tote prognostiziert. Die Krankheit wurde nach allen bisher vorliegenden Erkenntnissen von einem verunreinigten Medikament ausgelöst. Deshalb häufen sich die Fälle in zwei Bundesstaaten, die Hauptabnehmer der Charge waren: In Tennessee starben allein 13, in Michigan 10 Menschen.

Diese Hirnhautentzündungen sind nicht ansteckend. Zumeist wird die Meningitis aber erst nach Wochen erkannt, weil sie sich mit Fieber und Unwohlsein wie eine Erkältung oder Grippe zeigt. Später kommen Lähmungen dazu, die an einen Schlaganfall erinnern. Doch letztlich sind es die Bakterien im Rückenmark, die den Tod herbeiführen können.

Mehr als 30.000 Menschen haben das verunreinigte Mittel bekommen, die Quote der Erkrankungen sollte Experten zufolge bei knapp fünf Prozent liegen. Daher waren fast 1500 Fälle erwartet worden.

dpa

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