Büro als offene Plattform

Microsoft eröffnet Deutschland-Zentrale

+
Microsoft-Mitarbeiter in der neuen Microsoft-Deutschland-Zentrale in München. Die neue Zentrale des US-Konzerns wird heute eröffnet. Foto: Matthias Balk

Ein fließender Übergang zwischen Arbeit und Leben - was Gewerkschaften kritisch sehen, ist bei Microsoft bereits gelebter Alltag. Zur Eröffnung seiner neuen Deutschland-Zentrale wirbt der Software-Konzern für die große Flexibilität im Job.

München (dpa) - Die Digitalisierung wird nach Überzeugung von Microsoft-Deutschland-Chefin Sabine Bendiek den größten Wandel in der Arbeitswelt seit der industriellen Revolution mit sich bringen.

Alleine in den vergangenen fünf Jahren seien in Deutschland mehr als 100 000 Arbeitsplätze in der IT-Branche geschaffen worden, sagte Bendiek anlässlich der Eröffnung der neuen Deutschland-Zentrale des amerikanischen Softwarekonzerns in München. Es gelte, die Technik und die Veränderung anzunehmen, dann sei der digitale Wandel eine "Riesen-Chance".

Mit der neuen Zentrale, die in zwei Jahren Bauzeit im Münchner Norden entstanden ist, will Microsoft die Arbeit der Zukunft erlebbar machen. Ob konzentriertes Erledigen von Aufgaben, Team-Arbeit an Projekten, Besprechungen oder Netzwerken mit Kollegen - das Gebäude soll für alle Erfordernisse die passenden Bereiche bieten und eine Art Anker für die Mitarbeiter sein, sagte Bendiek. "Silodenken und Abschottung haben bei uns ausgedient. Wir verstehen unser Büro als offene Plattform und interdisziplinäres Labor für neue Ideen."

Der Software-Konzern hatte mit der Abschaffung der Anwesenheitspflicht von sich reden gemacht. Auch Arbeitszeiten oder Überstunden werden bei Microsoft nicht erfasst. Um die Mitarbeiter davor zu schützen, sich selbst zu überfordern, biete man spezielle Schulungen an und sensibilisiere auch die Führungskräfte, sagte Microsoft-Manager Markus Köhler.

Kommentare