Umfangreiche Studie gestartet

Neuartige Herzklappen sollen Risiko für Patienten senken

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Foto: Künstliche Herzklappen erfordern eine dauerhafte Blutverdünnung, was vor allem für Kinder und Schwangere gefährlich ist.

Hannover - Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat eine umfangreiche Studie zu neuartigen Herzklappen gestartet, die riskante Transplantationen überflüssig machen sollen. An dem Projekt, das die EU mit 5,2 Millionen Euro unterstützt, beteiligen sich noch sieben weitere europäische Kinderherzzentren.

Die neuen Herzklappen sollen lebenslang haltbar sein. Sie sind menschliche Spender-Klappen, deren Zellen in Speziallabors entfernt werden, und so nur noch das Gerüst aus der Stützsubstanz bleibt. Sie seien bereits erfolgreich 47 Kindern und Jugendlichen an der MHH implantiert worden, berichtete die Hochschule am Montag.

Bisher müssen Patienten sich nach acht bis zehn Jahren wieder operieren lassen, weil menschliche oder tierische Herzklappen dann degenerieren. Künstliche Herzklappen erfordern eine dauerhafte Blutverdünnung, was vor allem für Kinder und Schwangere gefährlich ist.

dpa

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