Kalte Jahreszeit

Niedersachsens Zoos rüsten sich für den Winter

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Foto: Im Gegensatz zu Elefanten und Giraffen haben die Eisbären keine Probleme mit der winterlichen Kälte.

Hannover - Auch Elefanten toben gerne im Schnee - bei Glatteis allerdings ist Vorsicht angesagt. Damit es den Tieren in den Zoos in Niedersachsen auch im Winter gut geht, rüsten sich die Tierparks unter anderem in Braunschweig, Osnabrück und Hannover in diesen Tagen für die kalte Zeit.

Die Direktorin des Zoos in Osnabrück, Susanne Klomburg, berichtete, dass sich Tiere aus heißeren Regionen zwar an das kältere norddeutsche Klima angepasst haben - wenn es richtig friert, dürfen aber etwa die Elefanten allenfalls für kurze Zeit nach draußen, damit nicht Ohren oder Füße anfrieren.

„Viele Tiere spielen gerne im Schnee“, sagt Klomburg. Glatteis sei allerdings eine besondere Gefahr für Giraffen und Elefanten: „Die kommen da gar nicht mit klar.“ Die Pelikane verbringen bereits die Nächte im Gebäude, damit ihnen nicht die Füße anfrieren. „Die Frostschäden fallen erst nach einigen Tagen auf und können nicht mehr behoben werden“, berichtet Klomburg.

Den Sibirischen Tigern im Zoo Hannover kann es indes gar nicht kalt genug sein - bei Schnee benutzten sie den Hügel in ihrer Anlage als Rodelbahn. Erst ab minus 30 Grad Celsius würden die Tiger das Wetter dann langsam ungemütlich finden - doch solche Temperaturen gibt es sind in Niedersachsen nicht. Seelöwen, Seebären und Kegelrobben haben sich schon ordentlich Winterspeck angefressen, damit sie die kalte Jahreszeit in Hannover gut überstehen.

Die Braunschweiger Schimpansen ziehen sich in eine wohlig-warme Innenanlage zurück - „Wohnzimmer“ nennen es die Zoomitarbeiter. Die Wahl zwischen drinnen und draußen haben andere Affen, sie können selber aus der Tür ihres Geheges gucken und entscheiden, ob es ihnen zu kalt ist. Im Braunschweiger Zoo wird die Unterkunft der Affen aus Südamerika auf mindestens 20 Grad aufgewärmt - die Papageien geben sich mit ein paar Grad weniger zufrieden.

Einige Tierarten sind von Natur aus so neugierig, dass es sie nicht im Stall hält“, sagt Hannovers Zoo-Sprecherin Simone Hagenmeyer. Für sie hat der Zoo Wärmeplatten in die Gehege gebaut, auf die sich die Tiere kuscheln können. Von dort aus beobachten Erdmännchen, Tiger, Löwen und Leoparden die eisige Umgebung.

Ab in den Kühlschrank für den Winterschlaf heißt es für die Landschildkröten in Braunschweig. „Wir können die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit so besser überwachen“, meint Zoo-Sprecher Peter Wilhelm. Nach einem warmen Bad kommen die Schildkröten für vier bis fünf Monate in den Kühlschrank. Täglich wird dann nach dem Rechten geguckt. Selber um ihr Winterquartier kümmern sich die Murmeltiere - gut angefüttert halten sie ab Oktober in einem Erdbau Winterschlaf.

dpa

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