Preisträger

Nobelpreisverleihung wird wieder zu Männerveranstaltung

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Professor Alvin E. Roth (l.) erhielt von Schwedens König Carl XVI. Gustaf den Wirtschafts-Nobelpreis 2012.

Stockholm - Acht Männer aus vier Ländern haben am Montag die diesjährigen wissenschaftlichen Nobelpreise in Empfang genommen. Auch den Literatur-Nobelpreis überreichte Schwedens König Carl Gustaf mit dem chinesischen Schriftsteller Mo Yan an einen Mann.

Die feierliche Verleihung der Nobelpreise ist in diesem Jahr wieder zu einer Männerveranstaltung geworden. Schwedens König Carl XVI. Gustaf hat am Montag im Stockholmer Konzerthaus den chinesischen Schriftsteller Mo Yan (57) sowie acht männlichen Wissenschaftlern aus vier Ländern die hohen Auszeichnungen überreicht. In Oslo erhielt die EU den Friedensnobelpreis.

Der Nobelpreis für Medizin ging an den Briten John Gurdon (79) und den Japaner Shinya Yamanaka (50) für ihre Arbeiten zur Verjüngung erwachsener Zellen. In Zukunft könnten die neuen Zellen vielleicht dazu dienen, patienteneigenen Ersatz für krankes Gewebe zu schaffen, zum Beispiel bei Parkinson oder Diabetes.

Den Physik-Nobelpreis nahmen der 68-jährige Serge Haroche aus Frankreich und sein gleichaltriger US-Kollege David Wineland für bahnbrechende Methoden in Empfang, mit denen sich kleine Teilchen beobachten lassen. Beide konstruierten Fallen, in denen geladene Teilchen (Ionen) oder Lichtteilchen (Photonen) eingefangen werden können. Diese Fallen sind zum Beispiel Grundlage für genauere Uhren.

In der Sparte Chemie wurden die US-Amerikaner Robert Lefkowitz (69) und Brian Kobilka (57) für bahnbrechende Erkenntnisse zur Kommunikation von Körperzellen ausgezeichnet. Die Forscher haben enträtselt, wie zahlreiche Signale von außen in die Zelle kommen.

Der Wirtschafts-Nobelpreis 2012 ging wie fast jedes Jahr in die USA. Die Schwedische Wissenschaftsakademie vergab ihn an Alvin Roth (60) und Lloyd Shapley (89). Beide hätten bahnbrechende Erkenntnisse dafür entwickelt, "verschiedene wirtschaftliche Akteure zueinander zu bringen", hieß es zur Begründung.

Die Nobelpreise sind in diesem Jahr mit umgerechnet 927 000 Euro (acht Millionen schwedische Kronen) dotiert. Sie werden traditionell am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel (1833-1896) überreicht.

dpa

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