Verbrennungstechnologie

Ökopreis geht an Erfinder

Umweltpreis geht an Erfinder einer energiesparenden Verbrennungstechnologie.

Osnabrück - Die Erfinder einer energiesparenden Verbrennungstechnologie aus Renningen und der Gründer eines ökologischen Versandhauses aus Würzburg erhalten den mit insgesamt 500.000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis.

Ausgezeichnet werden Jürgen Schmidt vom klimaneutralen Versandhaus Memo aus Greußenheim bei Würzburg sowie die Geschäftsführer der Firma WS Wärmeprozesstechnik aus Renningen nahe Stuttgart, Joachim Alfred Wünning und Joachim Georg Wünning. Das teilte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Donnerstag in Osnabrück mit. Vater und Sohn Wünning entwickelten eine energiesparende und schadstoffarme Verbrennungstechnologie und teilen sich 250 000 Euro.

Schmidt bekommt ebenfalls 250 000 Euro. Sein Unternehmen vertreibt Waren für Büro, Schule, Haushalt und Freizeit, die nach ökologischen, ökonomischen und sozialen Kriterien zusammengestellt sind. Den Preis übergibt Bundespräsident Christian Wulff am 30. Oktober in Stuttgart. Die Auszeichnung wird seit 1993 jährlich von der DBU vergeben und prämiert vorbildliche Leistungen im Umweltschutz. Die DBU würdigte den 48 Jahre alten Unternehmer Schmidt als "Trendsetter der Nachhaltigkeit".

Mit der Gründung des Versandhauses habe er nach ganzheitlichem Konzept eine vorbildliche Aufbauleistung vollbracht. Mit Transparenz und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis trage die Firma dazu bei, Nachhaltigkeit "alltagstauglich und massenfähig" zu machen, so die DBU. Ausführliche Informationen zu den Produkten erleichterten die alltägliche Entscheidung zum Kauf ökologisch und sozial einwandfreier Waren. Schmidt wurde bereits 2007 von der Umweltorganisation WWF und der Zeitschrift "Capital" zum Öko-Manager des Jahres gekürt. Die Preisträger Joachim Alfred Wünning (81) und Joachim Georg Wünning (48) hätten mit ihren technologischen und wissenschaftlichen Spitzenleistungen dazu beigetragen, dass Deutschland bei industriellen Hochtemperaturprozessen Weltmarktführer sei. Bei ihrer Erfindung des flammenlosen Brennverfahrens handele es sich um "Sieben-Meilen-Stiefel für den Umwelt- und Klimaschutz", lobte die DBU.

Auch andere Hersteller hätten nach dem Wünning-Prinzip eigene Brenner entwickelt. Mit der Markteinführung der Flox-Technik hätten Vater und Sohn Wünning weltweit einen neuen Standard gesetzt. Das Verfahren wird zum Beispiel bei der Herstellung von Stahl, Glas oder in der chemischen Industrie verringert. Stickoxide können Lungen schädigen und seien für Smog- und Ozonbildung mitverantwortlich.

dpa

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